Darum spielt Temperatur eine große Rolle!
249 segments
Ich möchte euch heute zeigen, wie
wichtig die passende Temperatur für die
perfekte Pizza im Pizzaofen ist. Wir
werden eine Pizza bei 300°, bei 400° und
bei 500° backen. Ich wünsche euch ganz
viel Spaß beim Video. Let's go. Also,
die Pizza habe ich bereits vorbereitet
und der Pizzaofen rennt auf 300°
Steintemperatur. Bevor wir diese aber
backen, möchte ich noch kurz was zum
Teig generell sagen bzw. wie er sich
verhält. Und zwar ist es so, dass wir in
diesem Fall mit einer Hydration von 70%
arbeiten. Das heißt, auf 1 kg Mehl kommt
700 g Wasser. Jetzt ist es so, je höher
die Temperatur im Ofen, desto schneller
bzw. schlagartiger kann die Pizza nach
oben steigen, das Wasser verdampft.
Ähnlich wie jetzt z.B. bei einem Brot,
da haben wir z.B. nicht so einen hohen
Wasseranteil, da müssen wir tatsächlich
noch den Ofen beschwaden, sodass wir
einen starken Ofentrieb haben. Zum einen
und zum anderen beträgt trägt der Dampf
dazu bei, dass die Kruste langsamer
aushärtet. So, die Pizza darf auf den
Schieber noch bisschen Seemoler drauf
und dann zack zack zack natürlich noch
ausbreiten. Ich versuche mir hier so gut
oder viel Mühe zu geben, dass die Pizzen
auch ziemlich gleich aussehen von der
Größe und von dem Rand, damit ihr später
den Unterschied deutlich erkennen, aber
dann wird man sowieso sehen. Zack, ab
damit in den Ofen. Selbstbewusstsein
einschießen
und direkt die Temperatur reduzieren,
denn wir müssen natürlich auch der
Steintemperatur
oder wir müssen die Oberhitze der
Unterhitze anpassen. Würden wir jetzt
z.B. bei 300° mit der maximalen Flamme
backen, dann wä die Toppings oben sofort
verbrannt und der Boden wäre nicht gut
gebacken. Ich hätte gesagt, dass ich
auch mal direkt einen Timerste, um zu
gucken, wie lange die Pizza tatsächlich
bei 300° braucht. Hier ist es natürlich
auch so, je länger die Pizza im Ofen
sein darf, desto knüspriger wird sie.
Warum ist das so? Und zwar ähm verdampft
Feuchtigkeit im Teig. Das heißt, wenn
die Pizza jetzt z.B. 3 Minuten, 4
Minuten, 5 Minuten oder noch länger im
Ofen sein darf, desto knüpriger wird die
einfach, weil die Feuchtigkeit
verdampft. Wir können hier z.B. sehen,
dass sich die ersten Röstaromen bilden.
Der Teig geht echt gut auf. Unten ist
noch nicht viel passiert. Also, ich bin
mir ziemlich sicher, dass wir ein
ähnliches Ergebnis wie im Haushaltsofen
erzielen können. Link dazu findet ich
hier oben. Könnt ihr euch gerne nach
diesem Video ausschauen, wie die
perfekte Pizza am Haushaltsofen geht.
Ähm und das ist gerade das Problem, denn
die Neapolitanische Pizza wird in der
Regel bei 400 bis 450° gebacken. Das
schauen wir uns aber später an. Weiß
nicht, ob man das erkennen kann, aber
der Mozzarella ist schon ziemlich stark
geschmolzen. Unten ist noch nicht viel
passiert und das ist auch ein Problem,
welches ich immer sage, je länger die
Pizza natürlich im Ofen ist, desto
knuspriger wird die. Aber die
hochwertigen Zutaten verbrennen auch,
wenn wir z.B. einen geilen für die Latte
haben, dann möchten wir nicht, dass er
irgendwie karamellisiert oder dunkel
bzw. braun wird oder die geile Salami.
Wir möchten wirklich schnell Hitze
geben, aber ich bin echt gespannt,
wie die Pizza später aussieht. So, die
Pizza war jetzt genau 5 Minuten 30 im
Ofen und jetzt schaut mal hier die
Pizza, die ist zwar gebräunt, allerdings
haben wir nicht das typische geile
Leopardenmuster, was ja auch nicht immer
sein muss, aber man sieht halt einfach,
dass der Rand deutlich dunkler ist. Hier
hat sich das Fett schon von der von der
Mozzarella getrennt und der Käse hat
angefangen zu blubbern. Er ist relativ
braun geworden, ne?
Da habe ich direkt eine Frage, Sven.
Ja,
du hast vorhin gesagt, der Käse
karamellisiert oder der Mozzarella also
als negativen Punkt.
Wieso eigentlich?
Bei der neopolitanischen Pizza möchte
man tatsächlich, dass der Mozzarella
nicht karamellisiert, weil er sonst
seine Schmelzeigenschaften verliert.
Also du möchtest ja den richtig schön
diesen Strang haben bei Mozzarella, der
muss richtig chewy sein und genau
deswegen schneidet man den z.B. SP diese
typische Napoli Cheeseesticks. Der Boden
schaut so aus. Nicht besonders schön,
oder?
Ja
und ansonsten sehr knusprig. Also hat
fast schon Crunch wie ein Brot. Auf alle
Fälle heizen wir den Ofen jetzt auf 400°
auf und dann backen wir die Pizza bei
400°. Bis gleich. Pizza vorbereitet. Den
Stein habe ich aufheizen lassen auf
400°. Jetzt schießen wir diese auch
wieder genau mittig ein.
reduzieren rechts den Brenner, weil wir
haben ja hier zwei Brenner und diese
backe ich tatsächlich jetzt auf der
linken Seite bei voller Gaspower. Und
jetzt ist es so, dass die Pizza
theoretisch richtig schlagartig aufgehen
müsste. So, hier sehen wir schon, da tut
sich richtig was. Das ganze hat jetzt
ca. 20 Sekunden gedauert. Wir können
schon zum ersten Mal drehen. Sieht doch
gleich ganz anders aus, oder Erik?
Ja, auf jeden Fall.
Hier muss man auch wirklich arbeiten.
Also, wir können da nicht Käffchen
trinken gehen oder so, sondern wirklich
drauf achten, wie die Pizza gebacken
wird. Bei 500° arbeite ich dann Akkord
oder
da muss auf Akkord schaffen. Nee, da
gibt's ein paar Tricks, wie man das
trotzdem schaffen kann. Ich glaube, dass
der Boden relativ schnell verbrannt
wird, aber wir geben natürlich unser
Bestes. So, die Pizza ist jetzt auch
schon fertig. Guck mal,
die kann man wirklich direkt einen
gewaltigen Unterschied erkennen. Schaut
mal hier. 300°
relativ braun undspektakulär. Jetzt
haben wir die Pizza gebacken bei 400°
Steinemperatur mit viel Oberhitze und
wir haben diese typischen Süßbläschen
bekommen. Seht ihr das hier? Zeitgleich
ist der Rand. Von außen schön knusprig
und von innen luftig. einfach, weil der
Teig nicht die Möglichkeit hatte, extrem
viel Wasser zu verdampfen. Dadurch ist
die Pizza einfach ja etwas weicher und
von außen schön knusprig und hier
tatsächlich einfach trockener. Aber wir
möchten natürlich noch eine Pizza bei
500° backen. Mal gucken, ob der Ofen das
schafft bei den Außentemperaturen. Wir
haben -3°. Wir sehen uns auf jeden Fall
gleich beim ja Pizzabacken von 500°.
Also, wir haben die 500° erreicht. Die
Pizza ist ready. Ab damit in den Ofen.
Jetzt bin ich aber gespannt. Du, ich
habe tatsächlich noch nie bewusst bei
500° eine Pizza gebacken, aber wir
erkennen. Kommen wir gerne rüber, Erik.
Das Seola hier vorne ist direkt komplett
verbrannt. Jetzt bin ich echt gespannt,
was abgeht. So, und wir gehen jetzt wie
immer vor einfach mal anbacken lassen.
Pizza geht enorm schnell hoch. Schau
mal, sogar von der anderen Seite. Also,
die geht tatsächlich noch mal
gleichmäßiger auf als sonst. Aber ich
bin mir ziemlich sicher, aufgrund der
Strahlungshitze vom Kordiditstein wird
der Boden ziemlich stark verbrannt sein.
Wenn wir jetzt z. Oh mein Gott. Wenn wir
z.B. ein Biskcotto nehmen würden,
praktisch einen Tonstein, der hat eine
viel geschmeidigere Wärmeleitfähigkeit.
Oh mein Gott, ich sehe jetzt schon. Komm
gerne Nähe, Erik.
Ja, das sehen wir mal. Ach du Scheiße.
Oh mein Gott, das ist super crazy. Also
die Pizza, die war jetzt bestimmt 60
Sekunden im Ofen und die Geschichte ist
fertig. Schaut mal,
500° Pizza auch ready. Und jetzt schauen
wir uns das mal in der Tiefe an. Also,
wir haben einmal Pizza gebacken bei
300°. Mozzarella sehr stark geschmolzen
bzw. verbrannt. Der Rand schaut
unspektakulär aus. Man merkt auch jetzt,
okay, die ist innen etwas C. von unten
kaum Branding. Dann haben wir Pizza
Nummer 2. Hier meiner Meinung nach die
optisch ansprechendste Pizza. Tolles
Leopardenmuster. Gleichzeitig ist die
Geschichte noch fluffig. Der Boden ist
auch echt gut gebacken. Schaut super
aus. Mozzarella ist so verlaufen, wie er
sein soll. Dann haben wir die Pizza, die
bei 500° Steintemperatur gebacken wurde,
meiner Meinung nach hier am knusprigsten
tatsächlich und auch sehr sehr fluffig.
Also hier ist das tatsächlich am besten
gebacken. Von unten wahrscheinlich
katastrophal. Seid ihr ready?
Es geht tatsächlich noch.
Ja, am Rand, aber schon sehr schwarz.
Ja. Ja, sehr schwarz. Und das ist auch
kein Semolar, weil ich habe da wirklich
drauf geachtet. Oh ja, guckt mal hier.
Das ist echt crazy. Kommen wir nun zu
einem Fazit, Freunde. Meiner Meinung
nach macht eure Pizzen nach wie vor bei
410 bis 430° Steintemperatur. Das ist
für mich persönlich die beste der
Temperatur, um eine geile
neopolitanische Pizza zu backen. Hier
kann man wirklich bei 300° machen.
Allerdings geht dann auf die römische
oder auf die New York Sty Pizza. Da
möchten wir, dass ja der Käse schön äh
gezuckert hat bzw. geschmolzen ist. Äh
und der Rand, wenn er dann dünner ist
wie bei der New Yorkstal Pizza, kann man
den auch gut genießen. Hier haben wir
wirklich das perfekte Verhältnis. Wir
haben schöne Süßbläschen, ein perfektes
Leoparding in Verbindung mit dem
Mozzarella, der verlaufen ist. Und bei
500°, da muss ich nicht viel dazu sagen.
Die Pizza war unter 60 Sekunden im Ofen.
Äh, die ist sehr, sehr, sehr dunkel
geworden. Vor allem der Boden. Empfehle
ich euch nicht. Ansonsten hoffe ich
sehr, dass euch das heutige Video
gefallen hat, Freunde. Zeigt es mir doch
gerne mit einem Daumen nach oben. Bis
zum nächsten Mal. Tschüssi. M.
Ask follow-up questions or revisit key timestamps.
In diesem Video wird gezeigt, wie die Temperatur die Pizzaherstellung im Pizzaofen beeinflusst. Es werden Pizzen bei 300°, 400° und 500° gebacken, um die Unterschiede zu demonstrieren. Bei 300° dauert der Backprozess länger und führt zu einer knusprigeren Pizza, aber mit weniger optimaler Bräunung und geschmolzenem Mozzarella. Bei 400° werden typische "Süßbläschen" und ein gutes Leopardenmuster erzielt, was als optisch ansprechendstes Ergebnis dargestellt wird. Bei 500° ist der Backprozess extrem schnell (unter 60 Sekunden), führt aber zu stark verbranntem Boden und Rand. Als ideales Temperaturspektrum für neapolitanische Pizza werden 410° bis 430° empfohlen, während niedrigere Temperaturen (300°) besser für römische oder New Yorker Pizzastile geeignet sind.
Videos recently processed by our community