Warum Du nie wirklich glücklich bist | Leonard Heygster
1774 segments
sind ja heutzutage sehr sehr viele Dopin
und Glücksboten Junkys. Wie viele sind
sich gar nicht dessen bewusst, dass sie
nicht Glück empfinden, sondern sie
gelebt werden von der Werbeindustrie.
Und wir leben in einer Gesellschaft, die
einfach zu einem ganzen ganzen Großteil
davon profitiert, dass viele Leute wenig
fühlen. Es gibt so einen schönen Satz,
wenn etwas kostenlos ist, dann bist du
das Produkt, weil du zahlst immer mit
deine Lebenszeit und der Preis, den du
halt zahlst dafür, [musik] dass du keine
unangenehmen Gefühle fühlst, ist eben,
dass du auch weniger schöne Gefühle
fühlst. Glück ist wie ein trojanisches
Pferd. Alle Menschen springen drauf an,
aber niemand kann sich so richtig was
drunter vorstellen. Wenn ich übers Glück
spreche, dann ist eigentlich Glück gar
nicht was interessant ist, sondern das
Wohlbefinden ist das, worum es geht oder
das gelingende Leben ist das, worum es
geht. Gefühle, die nicht gefühlt werden,
die gehen ja nicht weg. Die wirken
einfach nur irgendwo im Unbewussten und
die wollen ja trotzdem verarbeitet und
durchlebt werden. Wer die Frage nach dem
Glück stellt, [musik] landet immer bei
der Frage nach Verbundenheit. Und ich
weiß heute, ich war damals total
unverbunden
und im Außen scheint alles in Ordnung zu
sein, aber gleichzeitig ich war nicht
wirklich mit mir verbunden.
Ich wollte damals das Glück verstehen.
Ich weiß, heute habe ich die Not zu
einer Tugend gemacht und den Verstand zu
einer Anfahrtsstraße zum Gefühl. Die
Rechnung geht so lange gut, wenn du gar
nicht erst ins Fühlen kommst. Je später
du aber aufwachst, [gelächter] desto
härter wird dann auch die Landung.
Meine lieben Freunde, seit es den
Menschen gibt, gibt's immer wieder diese
eine Frage: Was macht uns wirklich
glücklich?
Dalalama sagte dazu irgendwann mal, der
Sinn des Lebens besteht darin, glücklich
zu sein. Und wenn wir unterschiedliche
Menschen fragen, was macht ich denn
glücklich? Dann sagt der eine: "Meine
Enkelin, die andere sagt: "Meine
Briefmarken." Der Dritte sagt äh fischen
ihrem Teich.
Und so viele Menschen es auf der Erde
gibt, so viele Meinungen, Perspektiven
werden wir bekommen. Die Frage ist
allerdings, was ist, wenn wir
wissenschaftlich das Ganze prüfen und
was bedeutet Glück auf der
wissenschaftlichen, also messbaren
Ebene, womit sich zahlreiche Therapeuten
und Psychologen weltweit
auseinandergesetzt haben? Und genau
dafür habe ich einen absoluten
Spezialisten eingeladen. Ein Mann, der
in den letzten Jahren Jahren nichts
anderes getan hat, als diese Frage
zunächst einmal wissenschaftlich zu
erforschen, um nicht schwammig in der
Aussage zu sein, indem er teilweise auf
die Straßen gegangen ist und sehr viele
Menschen befragt hat und sich diverse
Studien reingezogen hat, bis dann
irgendwann eine überraschende Wendung
kam, äh wozu wir gleich gemeinsam
kommen. Ich freue mich sehr, dass er da
ist. Er ist Glücksforscher, er ist
Podcaster und mittlerweile Buchautor.
Ich freue mich sehr, dass du da bist,
lieber Leo Heikster.
Danke, Maxim, dass ich hier sein darf.
Leo, Glücksforscher, wenn ich dir das
sage, wenn du 12, 13, 14, 15, 16 Jahre
alt bist, ja, ich mache eine Zeitreise
und sag Leo,
weißt du was du mal später beruflich
tust? Was hättest du mir damals
geantwortet?
Dinoforscher wahrscheinlich, aber da
hätte ich sieben sein müssen.
[gelächter]
Da fand ich das cool, wenn man so
Dinoskelette auskräbt, aber irgendwie
ist es das dann nicht geworden. Aber
Glücksforscher ist doch irgendwie auch
es ist nicht ganz schlecht geworden.
Wenn ich dir gesagt hätte, ich ich reiß
zu deinem zöfjährigen Ich und sag, Leo,
du wirst später mal Glücksforscher.
Mhm. und du dir da noch nicht so viel
vorstellen kannst in dem Alter als
Zölfjähriger.
Inwiefern unterscheidet sich das, was du
damals wahrscheinlich geglaubt hättest
darüber als Bild gesehen hättest, okay,
ich werde Glücksforscher und von dem,
was du heute praktisch weißt und in den
letzten Jahren erfahren hast.
Wahrscheinlich hätte sich der
zwölfjährige Leo jeed alle Menschen, die
forschen, immer in einem weißen Kittel
und in einem Labor vorgestellt. Ähm, so
ist es nicht. Vier vier Blätterringen
Klebeblatt in der Hand oder [gelächter]
oder mit einem mein mein inneres Bild
hatte gerade eher so ein
Reagenzgläschen. Äh das weiß nicht
irgendwie so ja bei Forscher hätte ich
dann immer so an
Laborbedingungen gedacht.
Mm. Und jetzt machen wir mal so ein
Crashkurs, also für diejenigen, die
sagen, ich habe nur 2 Minuten für ein
Podcast. Was ist das, was du heute nicht
weißt, sondern zumindest glaubst zu
wissen, ne? Wir haben ja alle unsere
Perspektiven und Wahrnehmungen.
Ähm was die Sicht von dem Zölfjährigen
unterscheidet vor über 20 Jahren,
in wenigen Sätzen, so drei bis fünf
Sätzen, wo du dann das Gefühl hast, oh,
das hätte ich damals nicht so gedacht.
M na ja, der zölfjährige Leo hätte
wahrscheinlich nicht gedacht, dass es
wie vielfältig es sein kann, sich mit
dem Thema Glück zu beschäftigen. Und der
zwölfjährige Leo hätte mit Sicherheit
auch nicht gedacht, dass das Thema
Glücksforschung in jedem Fall auch das
Unglück einschließt. Also, ich sag dazu
immer gerne, ja, es macht glücklich,
sich mit Glück zu beschäftigen. Das
bedeutet aber nicht, dass man immer
glücklich ist. Es bedeutet, dass man
auch auf die Herausforderungen und
Hürden des Lebens zugeht und diese aktiv
annimmt und darin steckt was ganz ganz
gestaltendes.
Im Glück steckt aber immer auch das
Unglück und beides anzuschauen und auch
nichts wegzudrücken, das ist ein ganz
elementarer Teil. Das hätte
wahrscheinlich der zwölfjährige Leo
nicht erwartet. der hätte sich das alles
sehr viel zugespitzter und weniger bunt
und vielfältig vorgestellt. Und ich bin
aber froh, dass es so ist, wie es jetzt
ist, denn ja, das macht das Leben bunt
und abwechslungsreich und das macht auch
die Glücksforschung total bunt und
abwechslungsreich und ja, mir bedeutet
das sehr, sehr viel und mich macht es
auf jeden Fall langfristig gesehen sehr
zufrieden. Schön. Jetzt hast du etwas
sehr wertvolles gesagt, ähm dass du
heute verstehst,
dass es zwei Seiten dieser Medaille
gibt, ne? Glück und Unglück. Wobei die
Frage ist, ne, wer entscheidet darüber,
ob es Unglück ist, ja, weil wir
wahrscheinlich mit unserem begrenzten
Verstand immer die Fragen des Rationalen
stellen können, aber nicht das,
ich sag mal, seelischen oder
übersinnlichen, weil die Seele ja auch
bestimmte, zumindest nach meiner
Perspektive auch bestimmte Ideen hat,
warum sie denn hier bestimmte Erfahrung
sammeln möchte. Ja,
ich ich bin total bei dir und ähm ich
ich versuch es einfach mal auf das das
auf ein sehr pragmatisches Beispiel
herunterzubrechen.
Ein Satz, der für mich ganz am Anfang
des Podcasts, als ich vor 5 Jahren mit
Humans are Happy gestartet habe, ähm der
mir da geschenkt worden ist, war Glück
ist immer an einen Wert gebunden und
[räuspern] das ist total hilfreich. Das
was für dich werthaltig ist, kann für
dich Glück bedeuten. Und insofern, wir
nehmen ein super pragmatisches Beispiel,
kann ein einfaches neutrales Ereignis
wie ein Fußballtor
des einen Glück und des anderen Leid
bedeuten. Ja, wenn für dich jetzt der
Wert ist, dass irgendeine Mannschaft ein
Tor schießt,
dann tritt neutrales neutrales Ereignis
ein und das macht dich in dem Moment
glücklich, wohlbemerkt in dem Moment.
Ja, das ist ein Affekt.
Die Menschen, die die andere Mannschaft
unterstützen, macht genau dieses
Ereignis unglücklich. Das heißt, das
einen Glück kann natürlich immer auch
des anderen Leid bedeuten. Da sind wir
bei was sehr individuellem. Das bringt
uns Zeit äh gleichzeitig auch zu einer
zweiten Erkenntnis, nämlich das Glück
auch immer zeitlich begrenzt ist. Dieser
Torjubel hält natürlich nicht ewig an,
aber vor allem die Frage nach dem Glück
bringt dich immer sofort eigentlich auch
zu dir, nämlich zu der Frage, was ist
für dich werthaltig?
Mhm.
Dann starte ich einfach mal mit dir und
sag: "Leo, was ist [seufzt][japst]
auf dieser Suche nach dem Glück für dich
werthaltig gewesen bzw." Also, es gibt
so ein Interview mit Elon Musk, da wo er
über seine Kindheit spricht und erzählt,
dass er in der Bibliothek alles rauf und
runter gelesen hat, gab's ja kein
Internet. Wir hängt wann dieses Buch,
weiß jetzt den Autor nicht, aber da ging
es um einen Außerirdischen einen
Menschen und dann ging es um die Frage
nach dem Sinn des Lebens und dann war
die Antwort 42 und dann sagt er, das
Problem ist, unser Bewusstsein ist immer
der Deckel bezüglich dessen, welche
Fragen wir stellen. Und wenn ich jetzt
ein Fußballfan frage, was bedeutet für
dich Glück, dann sagt er jetzt gleich in
der Halbzeitpause einmal richtig gut
pinkeln und dann Bockwurst zu holen. Ja.
und ein Bier, einen großen Becher und
ein anderer, der der die ganze Welt
bereist hat, wieder humbelt. Ja. Und
weiß ja den den Satz, die gefährlichste
aller Weltanschauung ist die
Weltanschauung der Menschen, die sich
die Welt nie angeschaut haben und dann
ganz viele Kulturen Perspektiven gesehen
hat, dann ganz andere Fragen stellen
würde, weil sein Bewusstsein ein anderes
ist.
Jetzt hast du erzählt, zumindest im
Vorgespräch an mich, äh als du gestartet
bist mit Thema Glück, hast du dich
rangetastet und möchtest dein Ziel, wenn
ich es richtig verstanden war, damals
aus diesem Schwammigen, Antworten, was
macht uns glücklich, möglichst
wissenschaftlich sich dem anzunähren.
Ja, kannst du da mal erzählen, wie waren
da die Anfänge? Wie waren da die
Erkenntnisse? Wie waren so die
krassesten Gespräche, wo du gedacht
hast, so, ah, das ist auch Glück, bevor
dieses Bild sich zusammenpusseln konnte,
wo du jetzt heute stehst.
Ja, danke. Die Anfänge waren, dass ich
gesagt habe, ich möchte das Glück
verstehen. Das im Grunde schon der erste
Trugschluss, denn das ist etwas, was wir
fühlen müssen. Ich war aber damals nicht
so gut im Fühlen, also habe ich gesagt,
ich versuche das zu verstehen.
[gelächter] Gestartet mit einem vor 9
Jahren oder vor 10 Jahren mit einem mit
einem Instagramkanal, wo ich einfach nur
Leute angequatscht habe auf der Straße.
Was ist für dich Glück? Und dann gab's
solche Antworten, wie du im Intro gesagt
hast.
mit meinen Liebsten zusammen zu Abend zu
essen oder was auch immer. [seufzt]
Und irgendwie wollte ich das noch mal
tiefer angehen. Ja, ich war damals
Projektmanager und äh mag ich mag
Sachlichkeit, ich mag Trendschärfe und
Verstehbarkeit und dann habe ich gesagt,
okay, ich spreche mit Menschen aus
verschiedenen wissenschaftlichen
Bereichen immer über die gleiche Frage,
nämlich was ist Glück?
Und
dann habe ich eine schöne Definition für
Glück geschenkt bekommen, nämlich
beispielsweise Glück ist also
psychologisch gesehen ist Glück nichts
weiter als ein positiver Affekt. Da sind
wir wieder bei dem Fußballtor.
Neurologisch gesehen ist Glück eine
Belohnungsantwort
auf auf ausgeschüttet wird auf Basis des
Eintritts eines für dich werthaltigen
Ereignisses. Ja, das Fußballtor oder was
auch immer. Es ist eigentlich egal.
Die Frage nach der langfristigen
Perspektive bringt uns aber eigentlich
und das ist viel spannender zur
Zufriedenheit. Ja, also die
Zufriedenheit ist die kognitive
Bewertung, wenn wir in diesem sehr
einfachen Fußballbeispiel bleiben. Ich
bin gar nicht mal so ein großer
Fußballfan. Es ist aber für viele
Menschen sehr zugänglich.
Der Torjubel nach einem Tor ist Glück
als Affekt, aber die Bewertung eines
gesamten Spiels oder einer ganzen Saison
ist Zufriedenheit.
Und wenn du beides zusammenbringen
willst, das das Schöne, dann kannst du
sagen, gib acht, dass das, was dir
kurzfristig Lust verschafft oder gib
Acht, dass das, was dir kurzfristig
Glück verschafft, langfristig auch
Zufriedenheit bringt. Da bringen wir
nämlich beide Parameter zusammen. Und
das jetzt können wir was ganz einfaches
machen. Jetzt malen wir da einen Kasten
drumrum. Wir haben einmal Glück, das ist
also ein psychologischer Affekt. Und wir
haben einmal Zufriedenheit, das ist die
kognitive Bewertung. Malen wir ein
Kasten rum und schreiben subjektives
Wohlbefinden drauf. [japst] Und dann
können wir sagen, ja, so das ist das ist
eigentlich wie Wissenschaft, also wie in
der Wissenschaft darüber gesprochen
wird, da sagt man Glücksforschung. Ähm,
aber eigentlich das, was sich angeschaut
wird, ist immer das Konzept des
subjektiven Wohlbefindens. Das besteht
zum einen aus den Emotionen, also der
emotionale Affekt, dazu sagt man Glück
oder eben aus der kognitiven
langfristigen Bewertung, dazu sagt man
Zufriedenheit.
Und für mich eine der ersten ganz
zentralen Erkenntnisse war eigentlich
ist Glück gar nicht so ein interessanter
Punkt, um sich anzuschauen. Glück ist
wie ein trojanisches Pferd. Alle
Menschen springen drauf an, aber niemand
kann sich so richtig was drunter
vorstellen. Deswegen habe ich kein
Problem damit, dieses Wort zu verwenden.
Aber
wenn es darum geht, ein gelingenes Leben
zu führen und das ist vielleicht
eigentlich, wo es wo es in der
Wortherkunft beim Glück drum geht,
dazu komme ich gleich. Dann ist es
wichtiger sich anzuschauen, was macht
dich denn langfristig zufrieden?
Warum gelingendes Leben? Das vielleicht
noch mal.
Glück. Das Wort Glück stammt eigentlich
vom Wort Gel oder Glücke ab. Das meint
das Gelungene, das leicht erreichte. Und
das bedeutet, wenn ich sage, ich will
ein glückliches Leben führen, dann sage
ich in der Wortherkunft, ich möchte ein
gelingendes Leben führen. Und da sind
wir bei einem ganz anderen Punkt. Da
geht's nicht darum, die ganze Zeit
Schmerz zu vermeiden und Freude
herbeizuführen. Da geht's um das
Gelingen. Und wann aber mein Leben für
mich gelungen ist, das ist auf der einen
Seite natürlich was sehr individuelles.
Es gibt aber auch kategorisierbar
Themen, die wir alle haben. Also, wir
landen dann schnell bei Bedürfnissen. Du
und ich, wir haben und alle, die hier
zuhören natürlich auch. Wir haben das
Bedürfnis nach positiven Beziehung, wir
haben das Bedürfnis nach
Selbstakzeptanz, wir haben das Bedürfnis
nach Umweltbewältigung. Also, das meint
die Herausforderung oder die
Anforderung, die das Leben an dich
stellt, sei es Job, sei es
Freundschaften, was auch immer, Wohnung
putzen, dass du das denen irgendwie
gewachsen bist. Du hast das Bedürfnis
nach persönlicher Entwicklung und dann
gibt's je nachdem, welches Modell man
heranzieht, noch ein paar weitere oder
auch weniger. Das Bedürfnis nach
Autonomie natürlich, ne? Ähm
ja und dann kann man natürlich schauen,
was brauche ich denn eigentlich oder mit
welchen Strategien kann ich meine
Bedürfnisse erfüllen und so bringt man
vielleicht ein bisschen Trennschärfe da
rein und das macht es dann eben
anfassbar und greifbar,
wenn man in diesem ganzen Gefühligen
irgendwie sich so luft leer fühlt
erstmal und irgendeinen Ansatzpunkt
braucht und da ist dann eben die
Kognition total hilfreicher Aspekt.
Du hast mich jetzt gerade gefragt, was
war denn da für mich so die erste große
Erkennis? Und das ist, glaube ich,
wirklich, wenn sich, wenn ich übers
Glück spreche, dann ist eigentlich Glück
gar nicht, was interessant ist, sondern
das Wohlbefinden ist das, worum es geht
oder das gelingende Leben ist das, worum
es geht. Und mittlerweile, ich wollte
damals das Glück verstehen, ich habe
mittlerweile verstanden,
wer die Frage nach dem Glück stellt,
landet immer bei der Frage nach
Verbundenheit. Und ich weiß heute, ich
war damals total unverbunden und
deswegen
hat sich meine eigene, das kann ich war
unverbunden von meinen Gefühlen. Ich ähm
war einfach Anfang 20, Mitte 20 ähm da
ist es wahrscheinlich auch was normales
oder was heiß also ein nicht normal,
aber es ist zumindest etwa ein in
Anführungszeichen Schicksal, was ich mit
vielen Menschen da teile.
Du wächst auf, du hast irgendwelche
Glaubensmuster und Glaubenssätze, du
hast verdammt viele innere ungelöste
Konflikte in dir, die sich natürlich
total doof anfühlen und dann ist es
einfacher und das passiert häufig
automatisch, wenn man die gar nicht erst
fühlt. Dann tränt man die eben weg. Dann
gehst du aus, triffst Freunde, machst
Party, machst irgendwelche Dinge, die
sich gut anfühlen und dann merkst du ja
eigentlich gar nicht, dass du ja, was da
eigentlich sonst noch so alles los ist.
Und deshalb wusste ich nicht, dass ich
unverbunden war. Insofern habe ich die
Not zu einer Tugend gemacht und den
Verstand zu einer, ohne dass ich es
wusste, zu einer Anfahrtsstraße zum
Gefühl.
Und diese Verbundenheit habe ich durch
diese durch meine eigene
Auseinandersetzung mit Glück so gesehen
gelernt und
mittlerweile
geht's mir gar nicht mehr darum zu
verstehen, was ist Glück. Das ist das
kann man irgendwie auch verstehen, das
aber dann auf einer emotionalen Ebene zu
durchdringen und dazu die Hand zu
reichen und anzuleiten,
dass Menschen vielleicht
auf Basis eines inneren Jahs, weil es
eben keinen keinen Widerstand gibt,
sondern weil ich über meine meine Ratio
sag, ja, das das macht Sinn, ich öffne
mich vielleicht dem Fühlen, ich komme
ein bisschen mehr in die Verbundenheit.
Das ist, wenn wir auch das vielleicht im
Bezug zu den Themen, die du besprichst
mit reinnehmen, dann ist das
mittlerweile eine Aufgabe, die ich darin
sehe, also eigentlich zu Verbundenheit
anzuleiten, zu Verbundenheit einzuladen.
Ich komme nur nicht mit der Tür ins
Haus, sondern ich sag ich äh ich gebe
dir Argumente und ähm nehm dich mal die
die ersten Schritte mit an die Hand.
Mhm.
Danke für diese Ausführungen. Leo, du
hast gesagt, ich habe mich nicht mit mir
verbunden gefühlt. Auf der einen Seite
war ich ein junger Mann, 20, Mitte 20
und da sind sehr, sehr viele Männer
tendenziell. Ja, also deswegen sagen wir
nicht ohne Grund, Mädels sind oft im
gleichen Alter von 10 oder 12 weiter
oder reifer als Jungs, weil auch
wissenschaftlich erwiesene Corpuskosum
dieser Balken im Gehirn zwischen der
beiden Hemisphären bei Frauen einfach
stärker oder mehr durchblutet, besser
vernetzt und dadurch haben die Frauen
auch stärker die Gabe der Empathie und
des Einfühlsvermögens in dem Augenblick
und und spüren auf Dinge, die Männer
teilweise im Raum gar nicht wahrnehmen,
wenn da mehrere Menschen sitzen.
Jetzt hast du angefangen, die Menschen
zu befragen. Jetzt hast du dich
angefangen, wissenschaftlich dazu
betätigen und hast ganz ganz viele
Antworten bekommen, weil du wolltest es
verstehen und sagst heute, aber das ist
das Problem. Mit Verstehen kommst du
nicht weiter. Ja. Äh Gedanken bekommen
den Trostpreis, aber es geht immer ums
Fühlen.
Jetzt habe ich ganz viele Fragen dazu.
Zum einen fangen wir mal Schritt für
Schritt an.
sind ja heutzutage sehr sehr viele Dopin
und Glücksboten Junkys, die dann sagen:
"Oh mein Gott, wenn ich jetzt Ben and
Jerry Eis esse, wenn ich jetzt diese
Netflix Serie heute Abend weitergucke,
während sie gerade abends oder
nachmittags in der Arbeit sitzen und das
ist 14:11 Uhr und denken: "Oh mein Gott,
heute Abend gucke ich wieder meine Serie
und jetzt haben sie ein Glücksgefühl
kurzfristig."
Wie viel davon ist ein ein unechtes
Glück, was aber Menschen so wahrnehmen
als solches, weil sie nicht wissen, dass
sie eigentlich die ganze Zeit von der
Werbeindustrie, von der Marketing bei
Facebook gibt's ja gigantische
Dopinabteilungen, die die ganze Zeit nur
der Frage nachgehen, wie schaffen wir
die Leute bei Instagram länger zu
halten, damit wir Geld verdienen?
Klammer auf, Klammer zu. Ja, also wie
viele sind sich gar nicht dessen
bewusst, dass sie nicht Glück empfinden,
sondern sie gelebt werden. Es gibt so
einen schönen Satz im im Englischen,
wenn etwas kostenlos ist, Maxim ergänzt
etwas günstig, klammer auf Netflix,
klammer zu, dann bist du das Produkt.
Ja, dann haben sie Freude von dir, weil
du zahlst immer mit deine Lebenszeit,
ne? Netflix kostet nicht 10, 11 €
sondern deine Lebenszeit. Also, wo sind
sie die meisten Menschen als
Glücksjunkys unbewusst in ihren
Verhaltensmustern und wissen es gar
nicht? bzw. wie viele was sch wie
wie wie viele finde ich kann ich kann
ich nicht jetzt in Zahlen sagen. Dazu
habe ich keine Zahlen. Ich würde aber
gerne eigentlich gerne dazu einladen zu
hinterfragen, was du gerade gesagt hast.
Unechtes Glück, ich weiß es gar nicht.
Also der Punkt ist
die Menschen, also das ist ja in dem
Moment schon, wenn du so willst, echtes
Glück, weil das ist ja echtes Dopin, was
du da spürst. Ja. Mhm.
Ja, genau. Die Frage ist nur, also ich
würde deswegen das Wort unecht äh nicht
unbedingt verwenden, sondern eher sagen,
das ist halt nicht unbedingt nachhaltig,
das ist nicht unbedingt langfristig. Das
bringt mich wieder so sehr zu diesem
wunderbaren Satz: "Gib acht, dass das,
was dir kurzfristig Lust verschafft,
langfristig auch Zufriedenheit bringt."
Dein Beispiel fing an mit dem Ben und
Jerry und dem Film. Das ist doch super.
Mal ein Abend ein Film gucken und dabei
ein Eis essen ist doch gar kein Thema.
So,
wohin führt es langfristig?
Der Punkt ist mal,
ne? Wenn du sagst, wenn ich das jeden
Abend mache, dann führt das
höchstwahrscheinlich langfristig dazu,
dass mein Alltag relativ eintönig ist,
dass wahrscheinlich, wenn ich jetzt mich
nicht jedes Mal mit Freundinnen
verabrede, zum Film gucken, dass ich
dass meine sozialen Beziehungen leiden,
dass ähm ich Veränderung in meinem
Körper feststelle und das kann und dann
haben wir einen spannenden Wechsel
zwischen den Ebenen. was mich mal
glücklich gemacht hat, nämlich das Ben
und Jerry und den Film zu gucken, macht
mich dann langfristig unzufrieden, weil
andere Bedürfnisse, die ich habe, eben
daunter nicht mehr oder dadurch nicht so
gedeckt sind. Das ist ein wichtiger
Punkt, den man und das und deswegen ist
der Verstand so toll. Ich verurteile das
gar nicht, sondern ich ich kann da
wirklich sehr sehr liebevoll und weich
drauf schauen. Da kann man eben den
Verstand dann nutzen, um zu sehen.
Natürlich haben verschiedene Bedürfnisse
immer Zielkonflikte. Der Klassiker ist
Sicherheit und Freiheit. So, ich muss
also schauen, wie kann ich mein
Bedürfnis nach Sicherheit auf der einen
Seite befriedigen und gleichzeitig aber
auch mein Bedürfnis nach Freiheit.
Wahrscheinlich geht es durch ein
Wechselspiel, ja, oder mein Bedürfnis.
Ich habe ja nicht wirklich das Bedürfnis
nach Ben und Jerry's und einem Abend
Netflix. Ich habe wahrscheinlich
eigentlich das Bedürfnis nach Erholung.
So. Ja, sagen wir, übersetzen wir es mal
so. Was gibt mir jetzt Erholung oder
abschalten? Ja, das könnte ein Abend auf
der Couch sein mit einem Ben und Jerry
und Netflix. Das könnte aber vielleicht
auch ein Spaziergang im Wald sein.
Das könnte auch ein Buch zu lesen sein.
Das könnte auch einfach ein Freund zu
treffen sein und ein Kaffee zu trinken
oder vielleicht auch einfach nur
schweigend nebeneinander zu sitzen. So,
also was male ich hier gerade auf?
Verschiedene Strategien, um ein und
dasselbe Bedürfnis zu befriedigen.
Nämlich ich will irgendwie wieder
aufladen. Da das ist ja was meistens
dieser Ben und Jerry und Netflix Faktor
dann gibt und darüber eine
Bewusstwerdung.
ähm ist total hilfreich. Also deswegen
der Verstand ist da ist da was ganz ganz
tolles. Ähm du hast so ein schönen
schönes Zitat ja gerade angefügt. Ähm
alles was günstig ist äh oder alles was
kostenlos ist. Wenn etwas kostenlos ist,
bist du das Produkt. Ähm ich mag da Carl
Gustav Jung dann auch zitieren. Alles
was nicht ins Bewusstsein aufsteigen
darf kommt als Schicksal wieder zurück.
Mm.
Und deshalb macht das eben so viel Sinn,
den Gefühlen, die in sich, die man in
sich trägt, den denen offen zwar im
Körper, also in dem was Emotionen
wahrnehmen kann zu begegnen, aber eben
auch offen im Verstand, weil dann kann
ich eben schauen, was mache ich jetzt
damit?
Mhm.
Ähm, genau. Aber es ist kein es sind
keine unechten Gefühle, die Menschen da
fühlen. Die Frage ist eigentlich nur,
was ist das Bedürfnis, was dahinter
steht? Ich glaube, das wäre das wäre
eine zielführende Frage, weil dann merke
ich vielleicht, wenn ich auf Instagram,
das war ja dein zweites Beispiel, wenn
ich die ganze Zeit auf Instagram am
scrollen bin, was ist das denn?
Vielleicht will ich,
vergleiche ich mich, ne, wie stehe ich
gegen andere Leute, da habe ich jetzt
mehr Likes oder was auch immer, ne? Dann
ist es vielleicht ein Bedürfnis nach
Sicherheit. Ah, ich habe immer noch drei
Follower mehr oder was auch immer, ne?
[gelächter]
Wie könnte ich denn mein Bedürfnis nach
Sicherheit angenommener Sicherheit auch
sonst befriedigen? Vielleicht ist aber
auch das Bedürfnis nach Inspiration und
dann ist in Netflix oder Instagram ja
gar nicht so verkehrt. Ja, vielleicht
will ich einfach nur irgendwie
Inspiration gewinnen, was weiß ich, ne,
mir Informationen holen, wie machen
andere Leute das, wie stellt dieser Film
irgendeine Sachhandlung da? Und in dem
Moment ist ist Netflix oder Instagram
gar nicht das Problem.
Mhm.
Was ist das, was du in dem suchst, was
du tust?
Das ist eine Frage, die man sich stellen
darf und ähm dann landet man, glaube
ich, eben schnell in einem anderen
Bewusstsein oder in einem generellen
eher eheren Bewusstsein und das führt
ein automatisch auch zu dem, was einen
eher langfristig zufriedener oder
glücklicher macht.
Danke dir. Dafür gehe ich mit. Also das
ist Freunde, wenn ihr merkt unbewusste
Mechanismen, die euch binden, ja, oder
wo fast schon so eine Art sucht
entsteht, weil es kommt ja von Suche,
ne? und Fehler kommt, weil etwas fehlt
im Leben. Dann wie Leo jetzt richtig
sagte,
ähm was ist das Bedürfnis hinter dem?
Ja, und die zweite Frage gleich
hinterher, was wäre vielleicht eine
langfristig bessere Alternative, die
jetzt nicht kurzfristig, ne, einmal Ben
and Jerry ist kein Thema, jeden Abend
Ben and Jerry, du hast ein Zuckerproblem
und dann hast du Körperproblem. [japst]
Was ist jetzt im Hier und jetzt eine
bessere Alternative? Weißt du, Leo, ich
habe einen kleinen Sohn und zu dem der
hat auch immer wieder mal so Papa,
kommen wir hier paar Gummibärchen oder
sowas nehmen. Mittlerweile will er die
gar nicht selber, aber da habe ich schon
oft gesagt, Leo, ich liebe dich zu sehr.
Mein Sohn heißt Leo.
Mm. Ich liebe dich zu sehr, um diesen
Schrott jetzt essen zu lassen oder dir
das zu sagen. Dann erkläre ich ihm auch
diese Dinge. Ja, und zum Glück hat er
auch einen Opa, der dann von jeden Abend
oder jeden Tag Nutella mit Weißbrot dann
irgendwann eine OP hatte und dann hat er
das physisch erfahren, das Opa im
Krankenhaus war und dadurch hat er jetzt
diesen Aha Moment gehabt.
Und je früher wir natürlich mit
Bewusstsein anfangen, in idealerweise
Kindergärten und ich er in der Schule,
umso bewusstere Menschen hätten wir und
nicht irgendwelche
Menschen, die von Marketing Genies, die
es da draußen vor allem in USA gibt,
gelebt werden. Jetzt mal andere Frage in
Zeiten von
wie du sagtest Netflix Instagram Likes
und Vergleichen und dieser dieser ganzen
digitalen Welt, wo ganz ganz viele
schöne Menschen ganz ganz tolle Dinge
machen und kurzfristig kann jeder
manipuliert werden, auch diese Menschen
können sich selbst manipulieren. Ich
habe das selbst mal erlebt in Bali vor
Jahren.
Da war ein Pärchen.
Ich ich bin ein bisschen mit dem Roller
rumgefahren auf einer Nachbarsinsel
Lomb, glaube ich. Und dann stand ich
dort da und habe einfach die Aussicht
genossen, da war einfach nichts, keine
Seele. Und dann merke ich, wie da so ein
Scooter ankommt, ein Roller und das
steigt ein Pärchen aus. Und dann haben
sie angefangen ihre Stative auszupacken
und dann ging sie nach vorne, er hat
fotografiert, dann hat sie 10 Minuten
rumgepostet und dann das gleiche
umgekehrt. Dann haben sie ein anderes
Handy aus dem Rucksack geholt, ein
anderes Stativ und das ging ohne Scherz
so 20, 30 wahrscheinlich 40 Minuten, ich
kann es nicht sagen. Die haben sich
nicht einmal hingestellt, nicht einmal
Minute geguckt in die Weite und dann
sind die weitergefahren [gelächter] und
sie haben aber nicht gesehen, dass ich
da war, weil ich von so ein bisschen
weiter oben saß
und da habe ich mir gedacht so, wie
viele Menschen gehen zu Monalise nach
Paris zum Luvre und haben eigentlich das
Premiererlebnis komplett verpasst, aber
hauptsache ich nehme Mona Lisa oder ich
im Stadion unter mir ist Lionel Messi
oder Ronaldo da hinten.
Also, dass sie eigentlich
und jetzt ist die Frage konkret auf dem
Punkt, inwiefern hält hängt Glück mit
Selbstakzeptanz oder Selbstliebe oder
Selbstwert zusammen
und wenn du sagst, es geht um die
Verbundenheit,
vielleicht fällt es so vielen Menschen
schwer, sich mit sich selbst und ihren
Gefühlen zu verbinden, weil sie das
Gefühl haben, ich habe es ja nicht
verdient oder ich bin unvollständig, wer
bin ich schon? Und wenn ich mich selber
fühle, dann muss ich mir Klammer auf
eingestehen, was ich für ein Loser,
Loserin bin, Klammer auf und das wollen
wir nicht und dann bleibt's dann bei Ben
and Jerry und Ablenkungsstimulanz, zu
vielisation im Außen, aber ich mich
selber gar nicht sehen will, weil ich
Angst habe, nicht gut genug zu sein.
Also, wie viele Menschen hast du das
Gefühl haben sowas?
Also in der Gesellschaft, in der wir
jetzt leben, damit meine ich jetzt mal
so im weiteren Sinne den
deutschsprachigen Raum, da glaube ich
ist das ein sehr verbreitetes Phänomen,
weil es auch hier wieder kurzfristig
gesehen viel einfacher ist, nicht zu
fühlen. Die Rei die Rechnung geht so
lange gut, wenn du gar nicht erst ins
Fühlen kommst. Je später du aber
aufwachst, desto härter wird dann auch
die Landung.
Ist es wie ein Vulkan, dass die Leute,
die dann irgendwann mit 40 in Tränen
ausbrechen, gibt's ja Männer, die
Therapeuten sitzen und dann plötzlich
sagen: "Gott, meine Kindheit, meine
Familie, meine Expartner".
Dass sie dann in Tränen ausbrechen und
merken, ich habe mein halbes Leben
weggeworfen, irgendwelchen weltlichen
Dingen nachzujagen.
Ja. Ja. Ich weiß nicht, ob es ein Vulkan
ist. Ich gehe aber davon aus, ich bin
jetzt kein Therapeut, der von dieser
Erfahrung selber sprechen kann.
Was du da aber beschreibst, ist dann ja
eigentlich so eine Art vielleicht
Trauer. Hey, verdammt, ich habe da
irgendwie einen ganzen großen Anteil an
Zeit und Möglichkeiten irgendwie
unbewusst nicht genutzt. So. Und das
kann einen dann traurig machen, das kann
einen auch sauer machen auf sich selber.
Ähm es kann ein auch wütend machen auf
die blöde Gesellschaft, die doofen
Eltern, dummen Glaubenssätze, was auch
immer. Am Ende ist es aber ja schon so,
dass wir alle auch eine gewisse
ähm Verpflichtung selber haben, ja, oder
eine gewisse Eigenverantwortung.
Da kommen wir nicht drum herum, ne?
Also, wir starten, wir können uns nicht
aussuchen, mit welchen, in welchem
Szenario wir starten und wir können uns
nicht unsere Kindheit aussuchen, aber
irgendwie
werden wir ja dann doch zu Menschen und
zu Wesen, die in einer gewissen Hinsicht
mündig sind und ähm auch eine
Verantwortung für sich selber tragen.
Und ich glaube, es ist sehr, also für
eine emotionale, für eine psychologische
oder für eine psychische, für eine
emotionale, aber auch für eine geistige
und spirituelle Entwicklung ist es sehr
sehr hilfreich, besser früher als später
in eine gewisse Art der
Selbstverantwortung
zu kommen.
Und damit meine ich nicht, dass man
alles alleine schafft und
für nichts Hilfe braucht,
aber natürlich geht's darum, irgendwie
auch Verantwortung für die eigenen
Gefühle zu übernehmen.
Dann kann ich mich nämlich mündig
irgendwie durch dieses Leben steuern.
Wenn ich von meinen Gefühlen immer hin
und her geworfen werde wie ein ähm wie
eine Nussschale auf dem Wasser,
dann reagiere ich mit unter sehr
impulsiv. Das macht mich aber nicht
unbedingt gesellschaftsfähig oder das
ist h das ist nicht hilfreich.
Beispielsweise, wenn ich jetzt im
Berufsleben innerhalb eines Meetings
irgendwas höre, was mir gar nicht passt,
dann ist es hilfreich, eine gewisse
Impulskontrolle zu haben. Ganz
praktisch. Ähm, hier ist auch wieder der
Verstand total wichtig, aber natürlich
brauche ich auch das Gefühl, um
überhaupt zu spüren, hey, hier geht mir
was gegen den Strich oder hey, das finde
ich total super.
Ähm, von daher die Selbstverantwortung
würde ich da total nach vorne nehmen und
wir leben in einer Gesellschaft, die
einfach zu einem ganzen ganzen Großteil
davon profitiert, dass viele Leute wenig
fühlen, dass sich viele Leute eher
schämen, dass sie eher den Weg des
geringsten Widerstandes oder des
geringsten Schmerz des emotionalen
Schmerzes gehen.
Das ist so. Ähm,
ich würde gerne, ich habe jetzt gerade
mir dieses Wort Selbstakzeptanz noch mal
aufgeschrieben, weil du das auch genannt
hast und das passt so gut mit diesem Ben
und Jerry mit diesem Ben und Jerry
Beispiel, was wir eben hatten, ja, oder
mit den zwei Flaschen Bier, wenn man
abends vielleicht irgendwie so dieses
klassische Feierabend Bier trinkt. Ja,
ich fühle mich dann vielleicht in dem
Moment ganz gut mit meinem Ben und Jerry
oder mit meinem Feierabendbier, aber am
nächsten Morgen denke ich mir dann auch,
was bist du denn für ein Dep? hast schon
wieder nicht geschafft. Und du hattest
auch noch eine Frage angeführt. Wie
kriege ich das jetzt hin mit deinem
Sohn, ne, Leo, ich liebe dich zu sehr,
um dir diesen Scheiß da zu erlauben.
Die Frage ist immer, wenn wir nehmen als
Gegenbeispiel den Salat, so [gelächter]
da hat dann jemand erstmal keinen Bock
drauf. Die Frage ist, mit welcher
Wertigkeit ist der Salat verknüpft? Ja,
das Ben und Jerry. In dem Moment, wo ich
mir das alles nicht so sehr bewusst
mache, ist das eben nur verbunden mit
schmeckt geil. Punkt. So ne, wenn das
eben auch verknüpft ist mit da ist ganz
schön viel Zucker drin und Dinge, die
meinem Körper langfristig eher schaden,
dann sinkt ja auch die emotionale
Bewertung dessen und dann habe ich
vielleicht auch gar nicht mehr so viel
Lust drauf oder ich habe ganz bewusst
Lust drauf, weil ich sag ja, heute gönne
ich mir das mal in Anführungszeichen. So
und wenn der Salat nur mit schmeckt
nicht verbunden ist, [gelächter]
dann ist auch klar, warum ich da keinen
Bock drauf habe. Wenn der Salat aber
verknüpft ist mit ey, da sind ganz schön
viele Nährstoffe drin, die meinem Körper
gut tun und die mich gut fühlen lassen
und funktionieren lassen, dann steigt
auch die Wertigkeit und da kann ne also
so da ist dieses Zusammenspiel zwischen
Verstand und Emotion einfach wieder so
so wertvoll und ähm genau das wollte ich
einfach gerne noch ausführen, weil ich
das gerade im Hinterkopf noch hängen
hatte, aber ich äh genau mache an der
Stelle kurzen Punkte. Ich glaube, das
war jetzt nämlich auch eine recht
ausführliche Antwort und ich möchte auch
Raum für deine Fragen geben.
Vielen, vielen Dank. Ähm, Leo, du hast
irgendwann gesagt, den Anfängerfehler,
also ich überspitze es jetzt einfach
mal, den ich damals gemacht habe. Ich
wollte Glück verstehen.
Gefühle können wir nicht denken. Ja,
oder manchmal sage ich denke mit dem
Herzen, fühle mit dem Kopf. Das ist so
die Metapher, die mir irgendwann
eingefallen ist. Aber das ist ja
schön
überall wo denken ist, es ist
wahrscheinlich gewinnst du immer nur den
zweiten Preis.
Ähm,
du sagtest, ich war dann irgendwann vom
Leben herausgefordert worden mit mir
selbst mich zu verbinden, die
Verbundenheit zu suchen. Und das mündete
dann in einer Therapie, wo du gemerkt
hast, so ich bin ein Mann, der mitten im
Leben steht und im Außen scheint alles
in Ordnung zu sein, aber gleichzeitig
ich war nicht wirklich mit mir
verbunden. Und ich glaube, da stehst
halt synonym für sehr, sehr viele
Menschen, den nicht einmal bewusst ist,
äh was bedeutet es denn fühlen? Und mit
Sicherheit sind Frauen anatomisch oder
vom Bewusstsein dort einfach weiter mit
den Gefühlen, aber gerade so die Männer
heutzutage meistens eher später, wenn
überhaupt dazu kommen, sich mit sich zu
verbinden. Also gab's da ein bestimmtes
Ereignis und wie kamst du dazu zu sagen,
jetzt gebe ich mir die Therapie und
genau ja und jetzt jetzt war fühlen das
Auto? Ja, genau. Also, ich mag ganz kurz
einordnen, ich gehe nicht unbedingt mit,
ob Frauen da generell anatomisch äh
anders aufgestellt sind. Ich würde's äh
ich würde es in Relation stellen zu ähm
einem gesellschaftlichen Aufwachsen. In
dem Moment, wenn du dir anschaust, du
kannst da bestimmt persönlich auch dich
drauf beziehen. Ähm wenn ich äh als
Junge Klasse in so einer klassischen
männlichen Sozialisation die durchlaufe,
ja, dann hast du dann kriegst du eher
vielleicht eingebläut, dass Jungs stark
sein müssen und keine Gefühle zeigen und
ähm keine Schwäche vor allem. Und
deswegen ist es gesellschaftlich bei
Jungs viel eher Wut akzeptiert als
Trauer. Ja. Und bei Frauen ist viel eher
akzeptiert, wenn sie traurig sind, als
wenn sie wütend sind. So, das liegt
einfach an der patriarchalen Erziehung.
So. Ähm,
das heißt, du sagst, körperlich sind die
Jungs auch gar nicht so. Das ist, wenn
wenn wirklich wir beide, wir hätten nie
einen Papa gesehen und wir wären auf
einer Insel mit Frauen aufgewachsen,
dann würden wir ins ähnlich verhalten.
Selbst wenn wir wissen, bei uns ist
anatomisch unten etwas anderes als bei
den anderen Mädels um uns herum und
Frauen. Aber wir hätten das uns
angeglichen wahrscheinlich als Baby und
hätten weniger dieses also rein
anatomische, rein physische, dass wir
andere Testosteron und ähnliche Dinge
haben.
Ach so, ja. Ja. Okay, Testosteron und
ähm einfach Geschlechtsunterschiede, das
stelle ich einfach, das stelle ich
überhaupt gar nicht in Frage. Das ist
so. Äh nur ähm du hattest ja vorhin
gesagt, man sieht dann, was
beispielsweise im Gehirn für Bereiche
durchblutet sind, die eher für Empathie
beispielsweise zuständig sind. Und das
wollte ich gerne in Relation stellen zu
ja, wenn du aber auch aufwächst in einer
Gesellschaft, die dir als Junge sagt,
fühl mal bitte keine Trauer und lass mal
wenig Schwäche zu, dann unterdrücke ich
eben vielleicht eher meine empathische
Seite und dann liegt es, ne? Und das
könnte eine mögliche Erklärung dafür
sein, dass man dann vielleicht sieht,
ich kenne aber solche Studien nicht und
weiß, also ich kann da nichts zu sagen,
aber ich glaube nur nicht, dass also
anatomisch, zumindest jetzt nicht vom
vom Gehirnaufbau oder so, ne, dass es
Geschlechtsunterschiede gibt. Gar keine
Frage. Ähm, aber ich komme zu deiner
Hauptfrage zurück. Wie war das denn?
Lustig. Ich habe nämlich nie eine
Diagnose bekommen, so im Sinne von du
hast eine, was weiß ich, ja,
posttraumatische Belastungsstörung oder
eine Depression oder warum soll ich
jetzt eine Therapie machen? Was soll
denn das alles? Ähm, es war so, ich war
damals in einer Beziehung und wir hatten
meine Ex-Partnerin und ich ähm jetzt
habe ich es auch schon verraten, ähm
immer irgendwie die gleichen oder sind
immer wieder über die gleichen Themen
gestolpert. Dann kam sie irgendwann mal
auf die Idee oder mit dem Vorschlag um
die Ecke, du lass uns doch mal zu einem
paar Therapeuten gehen. Und der Punkt
ist, ich habe ja damals als Berater
gearbeitet, also das Einkaufen von
Expertise finde ich sinnvoll,
[gelächter] das hilft einem manchmal.
Also habe ich gesagt, gut, das machen
wir.
Dann ähm waren wir bei dem
Paartherapeuten und dann nach zwei
Sitzungen guckt er uns an und sagt: "Ja,
also sie können jetzt auch wiederkommen,
aber so wie ich das sehe, sollten sie
eigentlich mal ihre Muster individuell
bearbeiten." Und das fand ich eine
extrem färe Aussage, weil der hätte ja
auch wiederkommen können und sagen oder
der hätte ja auch sagen können, kommt
wieder nächste Woche in Klammern und
zahlt mein Honorar. So, aber hat er
nicht gemacht. der hat gesagt,
eigentlich glaube ich, ihr braucht was
anderes. Das fand ich, das fand ich eine
wirklich faussage und dann habe ich
gesagt, okay, dann hat er da ist
vielleicht was dran. Und irgendwie hat
sich das dann ergeben, dass ich mit
diesem Therapeuten dann weitergearbeitet
hatte. Ähm weil der kannte ja
dementsprechend schon die Geschichte und
die Muster und mich und meine damalige
Partnerin war zu dem Zeitpunkt schon
auch in der Einzeltherapie woanders. Das
heißt, ich hatte jetzt auch nicht das
Gefühl, der irgendwas wegzunehmen und
ich wusste in damals einfach überhaupt
nicht, will ich mich auf diese Beziehung
einlassen und schaff's nicht oder will
ich mich eigentlich trennen und schaff
es nicht? Also, [gelächter]
ich wusste nicht, was ich fühle. Es war
total blöd so. Aber irgendwie wusste ich
so wie es jetzt ist, geht's nicht. Aber
so eine richtige Richtung hatte ich auch
nicht. Ja, und dann ähm
war meine die die Eingangsfrage oder
mein Therapieziel war, ich möchte
herausfinden, will ich diese will ich
mich auf diese Beziehung einlassen, ja
oder nein? So. Ähm und dann hat der
Therapeut damals gesagt: "Ja, gut, also
wenn Sie das nicht wissen, dann brauchen
Sie eine Arbeitshypothese. Also, nehmen
Sie doch mal an, Sie wollen diese
Beziehung und nehmen Sie das doch mal
jetzt einfach für z d Monate an. setzen
sie sich ein Datum und dann werden sie
schon irgendwie spüren, wie geht's Ihnen
denn? Wie zufrieden sind Sie denn? Ja,
und wenn man dann eben auch wöchentlich
mit jemandem eincheckt, der dazu
ausgebildet ist und das professionell
kann, dann kommt man irgendwie auch in
Begleitung oder für zumindest war es für
mich damals dann so habe ich bin ich
ganz gut daran gekommen an die
Erkenntnis, also eigentlich will ich das
nicht so und irgendwie muss ich jetzt
auch, also innerlich wusste ich das auch
schon ganz lange, aber ich habe das
irgendwie nicht getraut mich zu fühlen,
nicht getraut auszusprechen, nicht
getraut mit allen Konsequenzen im Außen
dazu zu stehen. Wie auch immer, nach 3
Monaten war ich dann an dem Punkt, okay,
ich möchte diese Beziehung nicht und
dann haben wir uns getrennt. Ähm, dann
könnte man jetzt ja eigentlich sagen,
wunderbar, Therapieziel erreicht. Äh,
dann tschüss.
Die spannende Frage war aber eigentlich,
wie konnte ich denn überhaupt in diese
Situation reingaten?
Also, was ist da eigentlich passiert?
Und dann ging es los, was hat den das
mit Mama zu tun, was hat das mit Papa zu
tun? Was hat den das mit deiner Kindheit
zu tun? Und äh ja, dann wurde so aus so
einem anfänglichen, wir sprechen mal für
zi d Monate miteinander, ein
zweieinhalbjähriger Prozess und
das war überhaupt nicht leicht. Ich
musste erstmal fühlen, wie sich das
anfühlt, Gefühle zu fühlen und überhaupt
lernen, wie das geht und dass sich das
auch aushalten kann und dass das nichts
bedrohliches ist. Ich mag ganz liebevoll
den Satz: "Scheiße schwimmt oben." Damit
meine ich nicht, dass das, was man da
fühlt scheiße ist, sondern das
Unangenehme schwimmt oben. Wenn ich
das Tor zum Fühlen aufmacht, dann kommt
halt erstmal all, was ich was was
unangenehm ist tendenziell und was ich
lange verdrängt habe, weil Gefühle, die
nicht gefühlt werden, die gehen ja nicht
weg. die wirken einfach nur irgendwo im
Unbewussten und die wollen ja trotzdem
verarbeitet und durchlebt werden und die
stauen sich dann halt einfach so lange
auf, bis man dem ganzen die Möglichkeit
dazu gibt. Und wenn ich das einfach nie
tue, dann dann staut sich da immer mehr
auf und ich muss den Wall, der das
zurückhält, immer immer dichter machen
und dann werde ich halt immer
unverbundener, werde vielleicht
irgendwie immer roher, immer verbitter.
Und wenn ich dann mich dem Fühlen öffne,
dann ist das ein Prozess, der erstmal
auch viele Ressourcen kostet, zeitlich
und emotional.
Ähm und je nachdem in welcher Form man
die so eine Therapie macht, kann das
auch Geld kosten oder nicht, aber das
ist einfach ähm ja, das ist einfach
etwas, was dann Kraft kostet
und nicht unbedingt mit dem
kurzfristigen Erleben von Freude
verbunden ist,
wohl aber mit dem langfristigen Erleben
von Zufriedenheit und auch mit dem
Erleben von Glück, weil wenn wir uns so,
ich sag mal, stell dir mal eine Skala
von -10 bis + 10 vor, das sind deine
Gefühle und natürlich fühlt sich das
nicht so schön an Dinge im Minusbereich
zu erleben. Und wenn ich aber sage, ich
will nichts erleben, was unangenehmer
ist als eine -4, dann setzt du
automatisch den Filter auch bei + 4. So.
Und dadurch verringert sich insgesamt
einfach das Spektrum, indem du da
schwingen kannst und in dem du erleben
kannst. Und der Preis, den du halt
zahlst, dafür, dass du keine
unangenehmen Gefühle fühlst, ist eben,
dass du auch weniger schöne Gefühle
fühlst und dann wird einfach insgesamt
dein Leben deutlich eintöniger und
kannst du genau das
noch noch mehr ausführen. Also du sagst
in dem Augenblick, also ich habe eine
ähnliche Metapher, das ist nämlich total
faszinierend, weil wir diese Parallelen
haben, weil vielleicht ganz kurz zu
meiner Welt, damit ich deine besser
verstehe und wir dann
ja
uns besser finden. Also ich sag auch
immer, die meisten Menschen leben
irgendwo, wenn + 100 - 100, so ist es
bei mir, dann sind die meisten irgendwo
bei -20 und bis + 40 gefangen, die
sagen, ich will bloß nicht zu viel mit
schmerzvollen Themen Angst und und was
könnte ich alles sein beschäftigen, aber
gleichzeitig dann auch gedeckelt sind.
Aber mir war zumindest, wenn ich dich
richtig verstanden habe, nicht bewusst,
dass wenn du den auf -4 oder 40 in
meinem Fall machst, dann kannst du auch
nur + 40. Kannst du dazu mehr erzählen?
Ja,
als beidseitig limitiertes hier.
Ja, natürlich ist es beidseitig
limitiert. Stell dir das vor wie ein
Pendel, was schwingt. Ähm, ein Pendel
schwingt immer gleichmäßig in beide
Richtungen. Es gibt kein Pendel, was
ganz doll in eine Richtung ausschlägt,
aber nicht in die andere.
Mhm.
Das ist einfach eine ganz intuitive
natürliche Balance und es ist auch ähm
insofern erklärbar, dass egal ob es
jetzt im positiven oder im negativen
Skalenbereich ist, je weiter du dann
Richtung -10 oder -100 gehst oder + 10 +
100, das wird ja auch vom vom Erleben
intensiver und unabhängig davon, ob das
angenehm oder unangenehm ist, musst du
auch irgendwie in der Lage sein,
intensive gef Gefühle handhaben zu
können. Ein total tolles positives
Gefühl ist ja super expansiv und das
kostet ja auch Ressourcen, das halten zu
können. So und
das funktioniert halt in beide
Richtungen einfach. Also es wäre gar
nicht logisch, dass du [gelächter]
lustig, dass ich diese Wortfall
verwende. Es ist gar nicht logisch, aber
ähm es wäre tatsächlich nicht logisch in
die eine Richtung große Ausschläge und
intensive Gefühle handhaben zu können
und in der anderen Ebene sie nie zu
fühlen. Also,
das ist einfach ein eine ganz ähm und
ich glaube, dass das erschließt sich
vielen Menschen, wenn sie zuhören,
intuitiv und das ist ja auch ein
Bereich, in dem du da total viel bist.
Es gibt einfach immer wieder Formen und
ich sag's jetzt mal Regeln und
Gesetzmäßigkeiten,
die einfach universell sind und
wiederkommen und ja, wenn ich einfach
Sachen da auf der einen Seite begrenze,
dann begrenze ich sie auch auf der
anderen. Das ist
einfach so. Ja,
deswegen sagen auch jetzt, wenn ich
jetzt Astrologie ein bisschen dazu
packe, es gibt äh manchmal Menschen
tendenziell Wasserzeichen, die so viel
wahrnehmen, fühlen
und dann so Tode betrübt sein und Himmel
hochjaucht sind. Also genau dieses und
gleichzeitig andere, die emotional eher
ja nein auf Wiedersehen, also ihr eher
spärlich unterwegs sind, aber dann auch
in beide Richtungen.
Jetzt ist die Frage, was ist davon ges
Ja, jetzt was ist die gesündere Version
von beiden? Weil die die vielleicht so
plus 100 ausschlagen und sagen, oh mein
Gott, ich raste gleich aus, sie selbst
eigentlich gar nicht fühlen, sondern
durch den Verstand interpretieren. Ich
bin gerade glücklich,
weil der Verstand das jetzt als
Hauptglück interpretiert und gar nicht
sich bewusst ist. Ich denke jetzt an
Sokrates, der diesen Satz sagte:
"Bedenke, dass das Leben vergänglich ist
und dann bist du nicht zu traurig in
einem finsteren Moment und nicht zu
glücklich in der Euphorie, dass er so zu
dieser Nüchternheit mahnte und sagte, es
ist nur dein Verstand, der dich dazu
führt." Was sagst du? Ich glaube, es
geht gar nicht darum, was ist besser
oder was ist schlechter. Ähm sondern
damit wir uns in dieser Welt manövrieren
können, ist es hilfreich, eine gewisse
Regulationsfähigkeit
zu haben. Ja, das bedeutet in dem
Moment, wo ich was Sokrates da eben
beschrieben hat, ja, wenn ich zu Himmel
hochjauchzend bin, dann oder eben zu
Tode betrübt, dann kann er sich durch
diesen Satz regulieren. So. Und
das ist einfach das einfach hilfreich,
um mich durch dieses Leben zu
manövrieren. Da hilft einfach der
Verstand, um nicht wie auf einer Rutsche
einfach nur dann da getragen zu werden
und gleichze und und überhaupt nicht
mehr meine Impulse kontrollieren zu
können, so wie mit dem Ben und Jerry's.
Ja, Impuls Ben und Jerry, alles klar.
Ich renn zu meinem Kühlschrank und los
geht's. sondern ähm
also es gibt kein es gibt da kein besser
oder schlechter und m sondern sondern
ich glaube es macht Sinn oder es ist auf
einer auf einer spirituellen Ebene
vielleicht auch so eine Art Aufgabe,
zumindest ist es mein persönliches
Empfinden auf mein Leben bezogen,
das Leben auch in seinen Facetten
wahrzunehmen und zu erleben und dazu
gehört es eben auch hohe Ausschläge
in beide Richtungen zu erleben und auch
händeln zu können, aber eben auch sich
davon nicht mitreißen zu können. Und das
Leben wird einfach bunter und
abwechslungsreicher. Nur weil etwas
nicht gerade schön ist, heißt das ja
nicht, also das Leben ist ja trotzdem
total intensiv. Ja, das ist doch das
sind doch auch die Momente, wo das Leben
stattfindet. Es hat ja nie einer gesagt,
dass das Leben immer nur schön sein
muss, sondern
um dann jetzt vielleicht den
wissenschaftlichen Pfad mal kurz zu
verlassen oder so so ein kleinen Schritt
zur Seite zu gehen, ich glaube, wir sind
hier, um uns auf dieser Welt zu
entwickeln, um uns an ihr zu entwickeln
und das letzte Hemd hat keine Taschen,
aber das Development deiner Seele nimmst
du mit.
So und dafür ist es eben sehr sehr
hilfreich, wenn du
Emotionen egal in welche Richtung, ob zu
Himmel hoch jauchend oder zu Tode
betrübt durchleben durchlebst und
durchleben kannst, aber dich auch nicht
davon mitreißen lässt, weil du dadurch
Erfahrungen machst, die dir eben dir,
deinem Wesen, deiner Essenz nutzen, um
eben inner höheren Verbundenheit dann zu
sein zu dir selber, zu deinen Gefühlen,
aber vielleicht auch zu was größerem
ganzen.
Mhm. Schön. Lieber Leo, ich würde dich
jetzt einladen so bisschen Pingpong
Spiel zu machen, weil ich habe 70.000
1000 Fragen noch auf meiner Liste und
damit die Menschen möglichst viel Nutzen
aus deinen jahrelangen Recherchen
auf den Punkt bekommen könnten.
In stressigen Phasen
brauchen wir Menschen, ist wieder
pauschalussage.
Äh also möglichst kurze
Frage von mir und möglichst innerhalb
von fünf bis zehn Sätzen die Frage
beantworten, damit wir möglichst vielen
Menschen helfen können in ihren
jeweiligen Situationen. Ja, bei Stress
hilft.
Ich lass jetzt einfach mal offen.
Ja. Ja,
bei Stress hilft
sich dem erstmal bewusst zu sein, zu
bewusst zu sein, ich bin gerade
gestresst, das nämlich der erste Moment,
um auszusteigen, dann nehme ich, dann
schaffe ich ja einen kleinen Abstand
zwischen dem meinem emotionalen Stress
oder meinem körperlichen Stress.
Punkt 1 und dann einen Ausgleich
schaffen. Ja, also wenn ich
beispielsweise super gestresst bin, dann
vielleicht ein Ventil zu suchen. Es
könnte sein laufen zu gehen, das könnte
sein mit Freunden zu sprechen, es könnte
sein gegen einen Boxsack zu hauen, das
könnte auch sein eine Flasche Bier oder
einen Joint zu konsumieren, ist die
Frage wie nachhaltig das jetzt ist, ja,
aber einen Ausgleich zu schaffen, denn
Stress auf einer physiologischen Ebene
ist einfach äh für den Körper
langfristig nicht gut und ähm sollte
eigentlich auch nur sehr dosiert erlebt
werden, evolutionär gesehen.
Jetzt klingt's für mich nach
Nikotinpflaster.
Äh, was ist mit Lösungen suchen?
Ja, natürlich. Ähm, das ist aber gar
nicht, ja, entschuldige vielleicht um
bessen, wenn die Menschen im im Alltag
sind und sagen so, ich hasse meinen Job,
aber ich muss es tun, weil Geld, Kind,
Karriere hält das Leben am zustande. Hat
jetzt wahrscheinlich eine langfristige
Frage wieder, ne? Wie bist du dort
gelandet? Fühlst du es wirklich oder
oder hast Ja,
ja, natürlich. Also, aber dann macht es
Sinn vielleicht an beiden Ebenen, an
beiden Enden zu arbeiten. Also natürlich
muss ich doch irgendwie kurzfristig
damit umgehen, um diese Situation
aushalten zu können oder um mit sie
handhaben zu können. Und wenn das du
hast jetzt ja einen anderen Kontext
reingebracht,
stimmt. Ja,
ich kann ich kann auch gestresst sein,
einfach nur weil mein Zug gleich kommt.
So, dann dann ist es aber ein Szenario,
was in einer Viertelstunde vorbeikommt,
vorbei ist. Wenn ich grundsätzlich
gestresst bin, weil mein Job mich nervt,
ja, dann muss ich brauche ich auch eine
langfristigere Lösung, so ne. Das heißt,
aber auch
aber aber deswegen ist auch der erste
Schritt wieder sich bewusst zu werden,
was stresst mich denn da eigentlich
gerade? Ja, weil wenn ich nur Stress
erlebe, dann ist es erstmal nicht schön.
Aber wenn ich weiß, ja, ich bin gerade
gestresst, aber ich bin gestresst, weil
ich für mich, ich bin häufig gestresst,
wenn ich irgendwie packen muss, ja, wenn
ich irgendwo hinfahre für eine halbe
Woche oder so habe ich jetzt alles, auch
wenn ich schon 15 000 mal Sachen gepackt
habe, irgendwie stresst mich das immer.
Und ich weiß aber auch, das geht voll
schnell vorbei, ist okay, ne? Man wird
darin dann auch besser.
Leo, am besten gleichen Rucksack zur
Seite legen, habe ich auch gemacht.
Kulturbeutel und dann hast du alles drin
fast mal her. und nur noch paar
Unterhosen und Kleidung rein.
Genau. Das wäre dann eine Lösung
Idee langfristig. Genau. Ja, einfach
alles doppelt zu haben. Ähm, pass auf,
sorry. Also, ich versuche jetzt gerade
noch so viel, weil die Zeit ist nicht
gerade unser Verbündeter noch möglichst
viel von deiner Expertise reinzubringen.
Glück und Beziehungen bzw. Verbundenheit
zu anderen Menschen. Wie steht's da?
Glück und Beziehung hängen immer stark
miteinander zusammen, denn Beziehungen
können uns total glücklich machen und
auch total unglücklich. Was allerdings
die Wissenschaft sagt, ist, dass
Beziehungen der Nummer ein Faktor sind
für Wohlbefinden und ein gelingendes
Leben. Und deswegen ist es
zumindest aus wissenschaftlicher Sicht,
aber auch das können wahrscheinlich
viele Menschen persönlich für sich
bestätigen, absolut ratsam in positive
Beziehungen zu investieren.
Nicht nur Geld, sondern auch Liebe,
Emotionen und Zeit. Und da geht's nicht
um die Menge, sondern um die Qualität
von einigen wenigen Freundschaften. Das
ist häufig ganz ganz ganz viel wert.
Super wertvoll. Lieber Leo, was sind so
praktische drei bis fünf Dinge, Rituale
oder kleine Hacks Tipps für den Alltag,
wo du gemerkt hast so: "Hey, das einfach
mal zu implementieren." Also, ich teile
mal eins von mir. Wenn ich mit meinem
Sohn Zähne putze, ob abends oder
morgens, dann dann habe ich irgendwann
dann auch, ich sag's mal lieber voll
dressiert zu sagen, nimm mal die die
Zahnbürste in die linke Hand, weil
rechtige Innälfte wird stimuliert
Kreativität, mehr Glück
und so weiter und dann immer wenn er
dann das vergisst in seiner rechten
Hand, dann zeige ich das, wenn ich auch
Zähne putze gutes Leben, dann lege ich
die Zahnbürste in die linke Hand oder
sag oder super Leben, Leo, du
entscheidest. Ja. Und dann guckt mich
mal mein Sechsjähriger an und dann dann
merkt er so, wie er so zähne mit anderen
anfängt. Also so kleine Rituale, weil
ich weiß, mir hat's keine beigebracht
als Kind, aber
ich mach's seit 10 Jahren, 12 Jahren,
weiß ich gar nicht, aber ich habe
gemerkt, ich bin assoziativer,
kreativer, nehme die Dinge verzahnter
wahr als jetzt immer nur mit meiner
logischen Gehen Hälfte mit der linken.
Ja,
wenn ich da auf eine Sache mich
reduziere, dann ist es Vorfreude
kultivieren. Dankbarkeit ist super gut
erforscht. Dankbarkeit ist ein zeitlich
rückwärts gerichtetes Gefühl der
Erfüllung, der Zufriedenheit, der
Dankbarkeit eben. Und Vorfreude ist
eigentlich was total tolles. Also ich
führe für mich persönlich ein Vorfreude
Journal und damit überlege ich mir
morgen, ja, und da und da überlege ich
mir morgens, welche Qualitäten möchte
ich heute denn kultivieren? Damit meine
ich beispielsweise, ich will heute
optimistisch sein, ich will heute
verbunden sein, ich will heute je
nachdem, was ich auch weiß, was ich für
ähm Termine habe, vielleicht ich möchte
heute schlagfertig sein oder was auch
immer, ne? So, ähm,
auf jeden Fall nicht nur
zurückzuschauen, sondern auch nach
vorne, weil das sich mit Wohlbefinden
und Glück zu beschäftigen einfach ein
ganz, also das Leben gelingend zu
gestalten ist ein Satz, den ich total
gerne mag und das Gestalten hat was
total aktives nach vorne gerichtetes und
deshalb nicht immer nur irgendwie zu
reagieren und zu schauen, wofür kann ich
denn dankbar sein, sondern vielleicht
auch schauen und das kann ja jeder auch
jetzt heute machen, worauf freue ich
mich denn heute? Ja, was gibt's denn
heute vielleicht schönes? Das müssen
nicht die großen Highlights sein. Das
kann auch einfach sein, dass du
vielleicht, dass heute die Sonne
scheint, dass du nachher vielleicht eine
Limo trinken kannst oder was auch immer.
Und selbst wenn die Limo dann nicht
schmeckt am Ende, hast du dich
wenigstens einen halben Tag drauf
gefreut, so ne. Also Vorfreude
kultivieren ist eine Sache, die finde
ich sehr einfach ein wahnsinnig starker
Hebel ist, ein wahnsinnig unterschätzter
Hebel und auch ein noch viel zu wenig
nach ähm ja, ein viel zu wenig populärer
Hebel.
Super, super wertvoll. Danke, dass du
das bringst, weil ich ich habe so
ähnlich wie du es gerade beschrieben
hast, äh auch das Gefühl, dieses "Sei
dankbar, das das hörst du von jedem, der
keine zwei Bücher gelesen hast." Das ist
so ausgelutscht mittlerweile. Und
Vorfreude ähm super schön, dass du es
nennst, weil ich hatte vor ein zwei
Jahren mein Programm angeboten,
Liveprogramm. Da durfte ich mich auch
beschäftigen zum Thema Geld und wie
können wir Geld nutzen, um wirklich auch
langfristig glücklicher zu sein. Und da
war einer dieser Dinge, dass wenn wir
jetzt eine Reise und wenn es ein Urlaub
ist jetzt schon 6 Monate vorher buchen,
dann haben wir so viel mehr von den
gleichen 2 3000 € die investiert sind
für diesen Urlaub, weil du die
Zeitglückskomponente mitbekommst und die
kostet gar nichts. Genau wie du sagst,
die Vorfreude auf etwas gemeinsames mit
deinen Liebsten an einem schönen Ort.
Sehr wertvoll. Ähm, gibt's so praktische
Dinge, die du im Alltag für dich tust?
Also, du sagst, morgens mache ich so ein
Journaling und sag, okay, wen treffe
ich? Machst du es schriftlich oder für
dich gehst du durch den Kopf durch, was
jeder so nachahmen kann, um sich selbst
zu bereichern? M
zur Also eigentlich mache ich es
schriftlich. Ich versuche es schriftlich
zu machen und in der Regel klappt es an
fünf von 7 Tagen. Ähm, so, ne? Und das
ist auch Konstanz, also dieses schaff
den Rahmen und brich ihn. Es geht ja
nicht darum, dass du jeden Tag dein Yoga
machst, dass du jeden Tag dein Journal
machst, aber dass da einfach eine
gewisse Konstanz drin hast und dass man
auch weich mit sich ist, wenn man das
halt nicht hat. Also Grund, wir haben
über so viele Themen noch nicht
gesprochen, ne? Aber so eine
grundsätzliche Weichheit sich selber und
der Welt gegenüber ähm ist glaube ich
sehr sehr angebracht und das muss
natürlich am Ende jeder für sich
herausfinden. Für mich klappen einfache
Dinge gut, wie morgens irgendwie 10, 15,
20 Minuten Yoga und Journalen,
Meditation, aber ich muss auch nicht
alles machen, weil dann wird's wieder
viel zu viel, sondern habe dann so einen
kleinen Blumenstrauß, aus dem ich
vielleicht picken kann. Ähm ja, genau.
Und da darf man auch einfach
experimentieren und schauen, was für
sich passt. Und ich sprenge einmal ganz
kurz die 10 bis 15 Sätze. Ähm, bitte
experimentieren. Dinge nicht als Projekt
ansehen, sondern als Experiment, denn
ein Experiment gibt dir immer nur
Feedback. Projekte können gelingen oder
scheitern, aber ein Experiment gibt dir
einfach nur ja Feedback und deswegen
spiel einfach rum, sieh das Leben
einfach ein bisschen weicher und
verspielter und liebevoller und ähm ja,
das äh hilft auch, um nicht ganz so hart
mit sich und der Welt zu sein.
Schön. Ja, ich weiß nicht, ob es Oscar
Wild war. Ähm dieser Satz: "Nimmt das
Leben nicht zu ernst, kommst eh nicht
lebend raus, ne?" Also genau das
Spielen. Genau. Wieder dies Kindliche.
Mein Sohn hatte Geburtstag jetzt gehabt
und ich war jetzt auch auf diesen
Kindergeburtstag, was wir jetzt selbst
veranstalten durften. kamen diese ganzen
Kinder und dann hast du gesehen, die
Kinder sind direkt losmarschiert und das
war so Hüpfburgen und alles drumherum
[räuspern]
und hast du gesehen, die Erwachsenen
haben sich alle hingehockt [gelächter]
und ich habe irgendwie gemerkt so ja,
die reden so über weltliche Themen, aber
ich habe gemerkt diese kindliche
Unlogik, aber gleichzeitig Verspielthit
und Freude hat mich so viel mehr gezogen
und dann bin ich da quasi als siebtes
Kind mitgehüpft und überall durch den
Stroh gerannt und habe gemerkt so sie
haben es noch nicht verlernt, sie fühlen
es noch. Ja.
Ja. während bei uns irgendwann dann
dieser Cut passiert, warum auch immer.
Äh
darf ich dir ich möchte dir dafür eine
Sache, das das muss das müssen wir noch
anfügen, weil du gerade das Spielen
sagst, das ist meine Haupterfolgs KPI
auch total humorvoll gesehen. Also KPI
für die Menschen, die den Begriff nicht
kennen, heißt Key Performance Indicator
oder einfach auf Deutsch Kennzahl. Ähm,
ich komme aus dem Projektmanagement, da
hat man dann Kennzahlen, ja, also mit
wie viel, was weiß ich, ne, wann muss
ein Projekt fertig sein und so weiter.
Und Hope ist meine Haupt KPI für Erfolg
im Leben. Und Hope steht für hours of
Playful Engagement, also Stunden, die
ich spielerisch verbracht habe. Ich
track das nicht wirklich, ich versuche
das aber hochzuhalten und das ist
einfach auch ein Punkt, wo man ja mit
der mir persönlich hilft, um
das Leben verspielt anzugehen. darin
steckt einfach wirklich viel Freude,
viel Kindlichkeit, am Ende auch viel
Weisheit und Wachstum und viel viel viel
Verbundenheit.
Ja, wunderbar. Und ich glaube jetzt, wo
die Menschen uns eine Stunde lauschen
durften und gemerkt haben, dieser Leo
ist ein junger Mann, aber da kommt so
viel
Gefühl und
dieses liebevolle und dieses
spielerische, ja, dass äh du dein
eigenes Produkt bist und mit deinem
wunderbaren neuen Buch, was jetzt
erschienen ist, Humans are Happy, wo ich
dir nur gratulieren kann, jetzt endlich
dein erstes Werk in die Welt kommt und
äh die Menschen, all das, was du durch
zahlreiche Gespräche mit zahlreichen
sehr, sehr älteren Menschen ja, an
Erfahrung und Gesichtsfalten als wir
beide zusammen haben all das gebündelt
in leichtverständlich Deutsch mit deinem
Perspektive, mit deiner Brille drauf
gesetzt aus der spielerischen Note. Aus
diesem Leben darf leicht sein, dass du
es perfekt wirklich die Wandel
Visitenkarte bist und auch vorlebst. Ja,
also Walk the Talk.
Ähm, danke für diese diese Einblicke und
vor allem das ähm, weißt du, mir hat
irgendwann mal einer der Kollegen
gesagt, Maxim, die Menschen bezahlen
dich nicht für dein Wissen, da habe ich
mich auch lange Zeit dahinter versteckt.
Die bezahlen dich für deine Energie. Und
dieser Satz hat mich längere Zeit nach
Gehalt beschäftigt. Und das ist das, was
ich dir jetzt hier äh von Bruder zu
Bruder geben möchte. Ja, also genau das.
Menschen wollen dein Herz, sie wollen
deine Energie, sie wollen deine Liebe
spüren und das hast du wunderbar hier
geliebt. Danke. Dein wunderbares neues
Buch findet ihr wie immer Freunde in den
Show Nototes. Einfach reingucken, euch
bestellen und glücklicher sein. Lieber
Leo, vielen Dank.
Danke Maxim für dieses tolle und schöne
Gespräch.
Ein gutes Leben ist eine Ansammlung von
guten Gewohnheiten. Sehr, [räuspern]
sehr viele herausragende Gewohnheiten
erwarten dich in unserem Podcast Die
Köpfe der Genies. Über 700 Podcast
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Das Gespräch zwischen Maxim und dem Glücksforscher Leo Heikster beleuchtet die wissenschaftliche und persönliche Perspektive auf das Thema Glück. Sie diskutieren, dass Glück oft als trojanisches Pferd fungiert, hinter dem sich eigentlich das Bedürfnis nach einem gelingenden Leben und tiefer Verbundenheit verbirgt. Heikster betont die Wichtigkeit, zwischen kurzfristigen Glücksgefühlen (Affekten) und langfristiger Lebenszufriedenheit zu unterscheiden. Ein zentrales Thema ist die Bedeutung der emotionalen Verbundenheit; wer lernt, auch unangenehme Gefühle zuzulassen, erweitert sein gesamtes emotionales Spektrum und führt ein authentischeres Leben. Sie gehen zudem auf die Gefahren von Ablenkung durch moderne Medien ein und geben praktische Tipps, wie man durch Selbstverantwortung, das Kultivieren von Vorfreude und eine verspielte Haltung (HOPE - Hours of Playful Engagement) zu mehr Zufriedenheit gelangen kann.
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