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Warum Du nie wirklich glücklich bist | Leonard Heygster

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Warum Du nie wirklich glücklich bist | Leonard Heygster

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1774 segments

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sind ja heutzutage sehr sehr viele Dopin

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und Glücksboten Junkys. Wie viele sind

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sich gar nicht dessen bewusst, dass sie

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nicht Glück empfinden, sondern sie

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gelebt werden von der Werbeindustrie.

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Und wir leben in einer Gesellschaft, die

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einfach zu einem ganzen ganzen Großteil

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davon profitiert, dass viele Leute wenig

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fühlen. Es gibt so einen schönen Satz,

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wenn etwas kostenlos ist, dann bist du

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das Produkt, weil du zahlst immer mit

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deine Lebenszeit und der Preis, den du

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halt zahlst dafür, [musik] dass du keine

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unangenehmen Gefühle fühlst, ist eben,

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dass du auch weniger schöne Gefühle

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fühlst. Glück ist wie ein trojanisches

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Pferd. Alle Menschen springen drauf an,

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aber niemand kann sich so richtig was

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drunter vorstellen. Wenn ich übers Glück

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spreche, dann ist eigentlich Glück gar

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nicht was interessant ist, sondern das

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Wohlbefinden ist das, worum es geht oder

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das gelingende Leben ist das, worum es

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geht. Gefühle, die nicht gefühlt werden,

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die gehen ja nicht weg. Die wirken

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einfach nur irgendwo im Unbewussten und

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die wollen ja trotzdem verarbeitet und

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durchlebt werden. Wer die Frage nach dem

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Glück stellt, [musik] landet immer bei

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der Frage nach Verbundenheit. Und ich

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weiß heute, ich war damals total

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unverbunden

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und im Außen scheint alles in Ordnung zu

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sein, aber gleichzeitig ich war nicht

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wirklich mit mir verbunden.

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Ich wollte damals das Glück verstehen.

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Ich weiß, heute habe ich die Not zu

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einer Tugend gemacht und den Verstand zu

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einer Anfahrtsstraße zum Gefühl. Die

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Rechnung geht so lange gut, wenn du gar

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nicht erst ins Fühlen kommst. Je später

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du aber aufwachst, [gelächter] desto

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härter wird dann auch die Landung.

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Meine lieben Freunde, seit es den

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Menschen gibt, gibt's immer wieder diese

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eine Frage: Was macht uns wirklich

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glücklich?

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Dalalama sagte dazu irgendwann mal, der

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Sinn des Lebens besteht darin, glücklich

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zu sein. Und wenn wir unterschiedliche

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Menschen fragen, was macht ich denn

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glücklich? Dann sagt der eine: "Meine

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Enkelin, die andere sagt: "Meine

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Briefmarken." Der Dritte sagt äh fischen

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ihrem Teich.

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Und so viele Menschen es auf der Erde

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gibt, so viele Meinungen, Perspektiven

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werden wir bekommen. Die Frage ist

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allerdings, was ist, wenn wir

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wissenschaftlich das Ganze prüfen und

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was bedeutet Glück auf der

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wissenschaftlichen, also messbaren

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Ebene, womit sich zahlreiche Therapeuten

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und Psychologen weltweit

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auseinandergesetzt haben? Und genau

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dafür habe ich einen absoluten

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Spezialisten eingeladen. Ein Mann, der

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in den letzten Jahren Jahren nichts

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anderes getan hat, als diese Frage

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zunächst einmal wissenschaftlich zu

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erforschen, um nicht schwammig in der

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Aussage zu sein, indem er teilweise auf

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die Straßen gegangen ist und sehr viele

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Menschen befragt hat und sich diverse

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Studien reingezogen hat, bis dann

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irgendwann eine überraschende Wendung

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kam, äh wozu wir gleich gemeinsam

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kommen. Ich freue mich sehr, dass er da

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ist. Er ist Glücksforscher, er ist

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Podcaster und mittlerweile Buchautor.

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Ich freue mich sehr, dass du da bist,

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lieber Leo Heikster.

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Danke, Maxim, dass ich hier sein darf.

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Leo, Glücksforscher, wenn ich dir das

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sage, wenn du 12, 13, 14, 15, 16 Jahre

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alt bist, ja, ich mache eine Zeitreise

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und sag Leo,

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weißt du was du mal später beruflich

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tust? Was hättest du mir damals

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geantwortet?

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Dinoforscher wahrscheinlich, aber da

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hätte ich sieben sein müssen.

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[gelächter]

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Da fand ich das cool, wenn man so

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Dinoskelette auskräbt, aber irgendwie

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ist es das dann nicht geworden. Aber

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Glücksforscher ist doch irgendwie auch

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es ist nicht ganz schlecht geworden.

3:19

Wenn ich dir gesagt hätte, ich ich reiß

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zu deinem zöfjährigen Ich und sag, Leo,

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du wirst später mal Glücksforscher.

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Mhm. und du dir da noch nicht so viel

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vorstellen kannst in dem Alter als

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Zölfjähriger.

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Inwiefern unterscheidet sich das, was du

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damals wahrscheinlich geglaubt hättest

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darüber als Bild gesehen hättest, okay,

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ich werde Glücksforscher und von dem,

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was du heute praktisch weißt und in den

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letzten Jahren erfahren hast.

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Wahrscheinlich hätte sich der

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zwölfjährige Leo jeed alle Menschen, die

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forschen, immer in einem weißen Kittel

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und in einem Labor vorgestellt. Ähm, so

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ist es nicht. Vier vier Blätterringen

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Klebeblatt in der Hand oder [gelächter]

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oder mit einem mein mein inneres Bild

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hatte gerade eher so ein

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Reagenzgläschen. Äh das weiß nicht

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irgendwie so ja bei Forscher hätte ich

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dann immer so an

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Laborbedingungen gedacht.

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Mm. Und jetzt machen wir mal so ein

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Crashkurs, also für diejenigen, die

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sagen, ich habe nur 2 Minuten für ein

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Podcast. Was ist das, was du heute nicht

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weißt, sondern zumindest glaubst zu

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wissen, ne? Wir haben ja alle unsere

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Perspektiven und Wahrnehmungen.

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Ähm was die Sicht von dem Zölfjährigen

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unterscheidet vor über 20 Jahren,

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in wenigen Sätzen, so drei bis fünf

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Sätzen, wo du dann das Gefühl hast, oh,

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das hätte ich damals nicht so gedacht.

4:33

M na ja, der zölfjährige Leo hätte

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wahrscheinlich nicht gedacht, dass es

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wie vielfältig es sein kann, sich mit

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dem Thema Glück zu beschäftigen. Und der

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zwölfjährige Leo hätte mit Sicherheit

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auch nicht gedacht, dass das Thema

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Glücksforschung in jedem Fall auch das

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Unglück einschließt. Also, ich sag dazu

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immer gerne, ja, es macht glücklich,

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sich mit Glück zu beschäftigen. Das

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bedeutet aber nicht, dass man immer

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glücklich ist. Es bedeutet, dass man

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auch auf die Herausforderungen und

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Hürden des Lebens zugeht und diese aktiv

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annimmt und darin steckt was ganz ganz

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gestaltendes.

5:11

Im Glück steckt aber immer auch das

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Unglück und beides anzuschauen und auch

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nichts wegzudrücken, das ist ein ganz

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elementarer Teil. Das hätte

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wahrscheinlich der zwölfjährige Leo

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nicht erwartet. der hätte sich das alles

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sehr viel zugespitzter und weniger bunt

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und vielfältig vorgestellt. Und ich bin

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aber froh, dass es so ist, wie es jetzt

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ist, denn ja, das macht das Leben bunt

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und abwechslungsreich und das macht auch

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die Glücksforschung total bunt und

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abwechslungsreich und ja, mir bedeutet

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das sehr, sehr viel und mich macht es

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auf jeden Fall langfristig gesehen sehr

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zufrieden. Schön. Jetzt hast du etwas

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sehr wertvolles gesagt, ähm dass du

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heute verstehst,

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dass es zwei Seiten dieser Medaille

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gibt, ne? Glück und Unglück. Wobei die

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Frage ist, ne, wer entscheidet darüber,

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ob es Unglück ist, ja, weil wir

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wahrscheinlich mit unserem begrenzten

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Verstand immer die Fragen des Rationalen

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stellen können, aber nicht das,

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ich sag mal, seelischen oder

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übersinnlichen, weil die Seele ja auch

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bestimmte, zumindest nach meiner

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Perspektive auch bestimmte Ideen hat,

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warum sie denn hier bestimmte Erfahrung

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sammeln möchte. Ja,

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ich ich bin total bei dir und ähm ich

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ich versuch es einfach mal auf das das

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auf ein sehr pragmatisches Beispiel

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herunterzubrechen.

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Ein Satz, der für mich ganz am Anfang

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des Podcasts, als ich vor 5 Jahren mit

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Humans are Happy gestartet habe, ähm der

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mir da geschenkt worden ist, war Glück

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ist immer an einen Wert gebunden und

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[räuspern] das ist total hilfreich. Das

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was für dich werthaltig ist, kann für

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dich Glück bedeuten. Und insofern, wir

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nehmen ein super pragmatisches Beispiel,

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kann ein einfaches neutrales Ereignis

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wie ein Fußballtor

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des einen Glück und des anderen Leid

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bedeuten. Ja, wenn für dich jetzt der

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Wert ist, dass irgendeine Mannschaft ein

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Tor schießt,

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dann tritt neutrales neutrales Ereignis

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ein und das macht dich in dem Moment

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glücklich, wohlbemerkt in dem Moment.

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Ja, das ist ein Affekt.

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Die Menschen, die die andere Mannschaft

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unterstützen, macht genau dieses

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Ereignis unglücklich. Das heißt, das

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einen Glück kann natürlich immer auch

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des anderen Leid bedeuten. Da sind wir

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bei was sehr individuellem. Das bringt

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uns Zeit äh gleichzeitig auch zu einer

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zweiten Erkenntnis, nämlich das Glück

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auch immer zeitlich begrenzt ist. Dieser

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Torjubel hält natürlich nicht ewig an,

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aber vor allem die Frage nach dem Glück

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bringt dich immer sofort eigentlich auch

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zu dir, nämlich zu der Frage, was ist

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für dich werthaltig?

7:30

Mhm.

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Dann starte ich einfach mal mit dir und

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sag: "Leo, was ist [seufzt][japst]

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auf dieser Suche nach dem Glück für dich

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werthaltig gewesen bzw." Also, es gibt

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so ein Interview mit Elon Musk, da wo er

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über seine Kindheit spricht und erzählt,

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dass er in der Bibliothek alles rauf und

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runter gelesen hat, gab's ja kein

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Internet. Wir hängt wann dieses Buch,

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weiß jetzt den Autor nicht, aber da ging

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es um einen Außerirdischen einen

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Menschen und dann ging es um die Frage

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nach dem Sinn des Lebens und dann war

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die Antwort 42 und dann sagt er, das

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Problem ist, unser Bewusstsein ist immer

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der Deckel bezüglich dessen, welche

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Fragen wir stellen. Und wenn ich jetzt

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ein Fußballfan frage, was bedeutet für

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dich Glück, dann sagt er jetzt gleich in

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der Halbzeitpause einmal richtig gut

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pinkeln und dann Bockwurst zu holen. Ja.

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und ein Bier, einen großen Becher und

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ein anderer, der der die ganze Welt

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bereist hat, wieder humbelt. Ja. Und

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weiß ja den den Satz, die gefährlichste

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aller Weltanschauung ist die

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Weltanschauung der Menschen, die sich

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die Welt nie angeschaut haben und dann

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ganz viele Kulturen Perspektiven gesehen

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hat, dann ganz andere Fragen stellen

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würde, weil sein Bewusstsein ein anderes

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ist.

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Jetzt hast du erzählt, zumindest im

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Vorgespräch an mich, äh als du gestartet

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bist mit Thema Glück, hast du dich

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rangetastet und möchtest dein Ziel, wenn

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ich es richtig verstanden war, damals

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aus diesem Schwammigen, Antworten, was

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macht uns glücklich, möglichst

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wissenschaftlich sich dem anzunähren.

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Ja, kannst du da mal erzählen, wie waren

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da die Anfänge? Wie waren da die

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Erkenntnisse? Wie waren so die

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krassesten Gespräche, wo du gedacht

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hast, so, ah, das ist auch Glück, bevor

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dieses Bild sich zusammenpusseln konnte,

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wo du jetzt heute stehst.

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Ja, danke. Die Anfänge waren, dass ich

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gesagt habe, ich möchte das Glück

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verstehen. Das im Grunde schon der erste

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Trugschluss, denn das ist etwas, was wir

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fühlen müssen. Ich war aber damals nicht

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so gut im Fühlen, also habe ich gesagt,

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ich versuche das zu verstehen.

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[gelächter] Gestartet mit einem vor 9

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Jahren oder vor 10 Jahren mit einem mit

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einem Instagramkanal, wo ich einfach nur

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Leute angequatscht habe auf der Straße.

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Was ist für dich Glück? Und dann gab's

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solche Antworten, wie du im Intro gesagt

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hast.

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mit meinen Liebsten zusammen zu Abend zu

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essen oder was auch immer. [seufzt]

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Und irgendwie wollte ich das noch mal

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tiefer angehen. Ja, ich war damals

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Projektmanager und äh mag ich mag

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Sachlichkeit, ich mag Trendschärfe und

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Verstehbarkeit und dann habe ich gesagt,

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okay, ich spreche mit Menschen aus

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verschiedenen wissenschaftlichen

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Bereichen immer über die gleiche Frage,

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nämlich was ist Glück?

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Und

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dann habe ich eine schöne Definition für

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Glück geschenkt bekommen, nämlich

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beispielsweise Glück ist also

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psychologisch gesehen ist Glück nichts

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weiter als ein positiver Affekt. Da sind

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wir wieder bei dem Fußballtor.

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Neurologisch gesehen ist Glück eine

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Belohnungsantwort

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auf auf ausgeschüttet wird auf Basis des

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Eintritts eines für dich werthaltigen

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Ereignisses. Ja, das Fußballtor oder was

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auch immer. Es ist eigentlich egal.

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Die Frage nach der langfristigen

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Perspektive bringt uns aber eigentlich

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und das ist viel spannender zur

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Zufriedenheit. Ja, also die

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Zufriedenheit ist die kognitive

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Bewertung, wenn wir in diesem sehr

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einfachen Fußballbeispiel bleiben. Ich

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bin gar nicht mal so ein großer

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Fußballfan. Es ist aber für viele

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Menschen sehr zugänglich.

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Der Torjubel nach einem Tor ist Glück

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als Affekt, aber die Bewertung eines

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gesamten Spiels oder einer ganzen Saison

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ist Zufriedenheit.

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Und wenn du beides zusammenbringen

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willst, das das Schöne, dann kannst du

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sagen, gib acht, dass das, was dir

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kurzfristig Lust verschafft oder gib

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Acht, dass das, was dir kurzfristig

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Glück verschafft, langfristig auch

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Zufriedenheit bringt. Da bringen wir

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nämlich beide Parameter zusammen. Und

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das jetzt können wir was ganz einfaches

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machen. Jetzt malen wir da einen Kasten

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drumrum. Wir haben einmal Glück, das ist

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also ein psychologischer Affekt. Und wir

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haben einmal Zufriedenheit, das ist die

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kognitive Bewertung. Malen wir ein

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Kasten rum und schreiben subjektives

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Wohlbefinden drauf. [japst] Und dann

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können wir sagen, ja, so das ist das ist

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eigentlich wie Wissenschaft, also wie in

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der Wissenschaft darüber gesprochen

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wird, da sagt man Glücksforschung. Ähm,

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aber eigentlich das, was sich angeschaut

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wird, ist immer das Konzept des

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subjektiven Wohlbefindens. Das besteht

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zum einen aus den Emotionen, also der

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emotionale Affekt, dazu sagt man Glück

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oder eben aus der kognitiven

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langfristigen Bewertung, dazu sagt man

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Zufriedenheit.

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Und für mich eine der ersten ganz

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zentralen Erkenntnisse war eigentlich

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ist Glück gar nicht so ein interessanter

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Punkt, um sich anzuschauen. Glück ist

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wie ein trojanisches Pferd. Alle

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Menschen springen drauf an, aber niemand

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kann sich so richtig was drunter

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vorstellen. Deswegen habe ich kein

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Problem damit, dieses Wort zu verwenden.

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Aber

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wenn es darum geht, ein gelingenes Leben

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zu führen und das ist vielleicht

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eigentlich, wo es wo es in der

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Wortherkunft beim Glück drum geht,

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dazu komme ich gleich. Dann ist es

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wichtiger sich anzuschauen, was macht

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dich denn langfristig zufrieden?

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Warum gelingendes Leben? Das vielleicht

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noch mal.

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Glück. Das Wort Glück stammt eigentlich

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vom Wort Gel oder Glücke ab. Das meint

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das Gelungene, das leicht erreichte. Und

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das bedeutet, wenn ich sage, ich will

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ein glückliches Leben führen, dann sage

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ich in der Wortherkunft, ich möchte ein

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gelingendes Leben führen. Und da sind

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wir bei einem ganz anderen Punkt. Da

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geht's nicht darum, die ganze Zeit

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Schmerz zu vermeiden und Freude

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herbeizuführen. Da geht's um das

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Gelingen. Und wann aber mein Leben für

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mich gelungen ist, das ist auf der einen

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Seite natürlich was sehr individuelles.

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Es gibt aber auch kategorisierbar

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Themen, die wir alle haben. Also, wir

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landen dann schnell bei Bedürfnissen. Du

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und ich, wir haben und alle, die hier

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zuhören natürlich auch. Wir haben das

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Bedürfnis nach positiven Beziehung, wir

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haben das Bedürfnis nach

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Selbstakzeptanz, wir haben das Bedürfnis

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nach Umweltbewältigung. Also, das meint

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die Herausforderung oder die

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Anforderung, die das Leben an dich

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stellt, sei es Job, sei es

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Freundschaften, was auch immer, Wohnung

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putzen, dass du das denen irgendwie

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gewachsen bist. Du hast das Bedürfnis

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nach persönlicher Entwicklung und dann

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gibt's je nachdem, welches Modell man

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heranzieht, noch ein paar weitere oder

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auch weniger. Das Bedürfnis nach

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Autonomie natürlich, ne? Ähm

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ja und dann kann man natürlich schauen,

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was brauche ich denn eigentlich oder mit

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welchen Strategien kann ich meine

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Bedürfnisse erfüllen und so bringt man

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vielleicht ein bisschen Trennschärfe da

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rein und das macht es dann eben

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anfassbar und greifbar,

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wenn man in diesem ganzen Gefühligen

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irgendwie sich so luft leer fühlt

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erstmal und irgendeinen Ansatzpunkt

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braucht und da ist dann eben die

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Kognition total hilfreicher Aspekt.

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Du hast mich jetzt gerade gefragt, was

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war denn da für mich so die erste große

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Erkennis? Und das ist, glaube ich,

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wirklich, wenn sich, wenn ich übers

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Glück spreche, dann ist eigentlich Glück

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gar nicht, was interessant ist, sondern

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das Wohlbefinden ist das, worum es geht

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oder das gelingende Leben ist das, worum

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es geht. Und mittlerweile, ich wollte

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damals das Glück verstehen, ich habe

14:13

mittlerweile verstanden,

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wer die Frage nach dem Glück stellt,

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landet immer bei der Frage nach

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Verbundenheit. Und ich weiß heute, ich

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war damals total unverbunden und

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deswegen

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hat sich meine eigene, das kann ich war

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unverbunden von meinen Gefühlen. Ich ähm

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war einfach Anfang 20, Mitte 20 ähm da

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ist es wahrscheinlich auch was normales

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oder was heiß also ein nicht normal,

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aber es ist zumindest etwa ein in

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Anführungszeichen Schicksal, was ich mit

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vielen Menschen da teile.

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Du wächst auf, du hast irgendwelche

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Glaubensmuster und Glaubenssätze, du

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hast verdammt viele innere ungelöste

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Konflikte in dir, die sich natürlich

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total doof anfühlen und dann ist es

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einfacher und das passiert häufig

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automatisch, wenn man die gar nicht erst

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fühlt. Dann tränt man die eben weg. Dann

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gehst du aus, triffst Freunde, machst

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Party, machst irgendwelche Dinge, die

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sich gut anfühlen und dann merkst du ja

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eigentlich gar nicht, dass du ja, was da

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eigentlich sonst noch so alles los ist.

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Und deshalb wusste ich nicht, dass ich

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unverbunden war. Insofern habe ich die

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Not zu einer Tugend gemacht und den

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Verstand zu einer, ohne dass ich es

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wusste, zu einer Anfahrtsstraße zum

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Gefühl.

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Und diese Verbundenheit habe ich durch

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diese durch meine eigene

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Auseinandersetzung mit Glück so gesehen

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gelernt und

15:30

mittlerweile

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geht's mir gar nicht mehr darum zu

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verstehen, was ist Glück. Das ist das

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kann man irgendwie auch verstehen, das

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aber dann auf einer emotionalen Ebene zu

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durchdringen und dazu die Hand zu

15:41

reichen und anzuleiten,

15:44

dass Menschen vielleicht

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auf Basis eines inneren Jahs, weil es

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eben keinen keinen Widerstand gibt,

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sondern weil ich über meine meine Ratio

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sag, ja, das das macht Sinn, ich öffne

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mich vielleicht dem Fühlen, ich komme

15:58

ein bisschen mehr in die Verbundenheit.

15:59

Das ist, wenn wir auch das vielleicht im

16:02

Bezug zu den Themen, die du besprichst

16:04

mit reinnehmen, dann ist das

16:06

mittlerweile eine Aufgabe, die ich darin

16:08

sehe, also eigentlich zu Verbundenheit

16:10

anzuleiten, zu Verbundenheit einzuladen.

16:14

Ich komme nur nicht mit der Tür ins

16:15

Haus, sondern ich sag ich äh ich gebe

16:17

dir Argumente und ähm nehm dich mal die

16:21

die ersten Schritte mit an die Hand.

16:23

Mhm.

16:25

Danke für diese Ausführungen. Leo, du

16:27

hast gesagt, ich habe mich nicht mit mir

16:29

verbunden gefühlt. Auf der einen Seite

16:31

war ich ein junger Mann, 20, Mitte 20

16:35

und da sind sehr, sehr viele Männer

16:36

tendenziell. Ja, also deswegen sagen wir

16:38

nicht ohne Grund, Mädels sind oft im

16:40

gleichen Alter von 10 oder 12 weiter

16:42

oder reifer als Jungs, weil auch

16:45

wissenschaftlich erwiesene Corpuskosum

16:47

dieser Balken im Gehirn zwischen der

16:48

beiden Hemisphären bei Frauen einfach

16:50

stärker oder mehr durchblutet, besser

16:54

vernetzt und dadurch haben die Frauen

16:56

auch stärker die Gabe der Empathie und

16:58

des Einfühlsvermögens in dem Augenblick

17:00

und und spüren auf Dinge, die Männer

17:02

teilweise im Raum gar nicht wahrnehmen,

17:04

wenn da mehrere Menschen sitzen.

17:06

Jetzt hast du angefangen, die Menschen

17:07

zu befragen. Jetzt hast du dich

17:10

angefangen, wissenschaftlich dazu

17:11

betätigen und hast ganz ganz viele

17:13

Antworten bekommen, weil du wolltest es

17:15

verstehen und sagst heute, aber das ist

17:16

das Problem. Mit Verstehen kommst du

17:18

nicht weiter. Ja. Äh Gedanken bekommen

17:20

den Trostpreis, aber es geht immer ums

17:22

Fühlen.

17:24

Jetzt habe ich ganz viele Fragen dazu.

17:25

Zum einen fangen wir mal Schritt für

17:27

Schritt an.

17:29

sind ja heutzutage sehr sehr viele Dopin

17:31

und Glücksboten Junkys, die dann sagen:

17:34

"Oh mein Gott, wenn ich jetzt Ben and

17:35

Jerry Eis esse, wenn ich jetzt diese

17:36

Netflix Serie heute Abend weitergucke,

17:38

während sie gerade abends oder

17:40

nachmittags in der Arbeit sitzen und das

17:42

ist 14:11 Uhr und denken: "Oh mein Gott,

17:44

heute Abend gucke ich wieder meine Serie

17:46

und jetzt haben sie ein Glücksgefühl

17:47

kurzfristig."

17:49

Wie viel davon ist ein ein unechtes

17:51

Glück, was aber Menschen so wahrnehmen

17:53

als solches, weil sie nicht wissen, dass

17:55

sie eigentlich die ganze Zeit von der

17:57

Werbeindustrie, von der Marketing bei

17:59

Facebook gibt's ja gigantische

18:01

Dopinabteilungen, die die ganze Zeit nur

18:03

der Frage nachgehen, wie schaffen wir

18:04

die Leute bei Instagram länger zu

18:06

halten, damit wir Geld verdienen?

18:08

Klammer auf, Klammer zu. Ja, also wie

18:10

viele sind sich gar nicht dessen

18:11

bewusst, dass sie nicht Glück empfinden,

18:13

sondern sie gelebt werden. Es gibt so

18:16

einen schönen Satz im im Englischen,

18:18

wenn etwas kostenlos ist, Maxim ergänzt

18:20

etwas günstig, klammer auf Netflix,

18:22

klammer zu, dann bist du das Produkt.

18:24

Ja, dann haben sie Freude von dir, weil

18:27

du zahlst immer mit deine Lebenszeit,

18:28

ne? Netflix kostet nicht 10, 11 €

18:30

sondern deine Lebenszeit. Also, wo sind

18:33

sie die meisten Menschen als

18:34

Glücksjunkys unbewusst in ihren

18:36

Verhaltensmustern und wissen es gar

18:38

nicht? bzw. wie viele was sch wie

18:42

wie wie viele finde ich kann ich kann

18:44

ich nicht jetzt in Zahlen sagen. Dazu

18:46

habe ich keine Zahlen. Ich würde aber

18:47

gerne eigentlich gerne dazu einladen zu

18:50

hinterfragen, was du gerade gesagt hast.

18:53

Unechtes Glück, ich weiß es gar nicht.

18:55

Also der Punkt ist

18:56

die Menschen, also das ist ja in dem

18:58

Moment schon, wenn du so willst, echtes

19:01

Glück, weil das ist ja echtes Dopin, was

19:04

du da spürst. Ja. Mhm.

19:06

Ja, genau. Die Frage ist nur, also ich

19:09

würde deswegen das Wort unecht äh nicht

19:11

unbedingt verwenden, sondern eher sagen,

19:12

das ist halt nicht unbedingt nachhaltig,

19:14

das ist nicht unbedingt langfristig. Das

19:16

bringt mich wieder so sehr zu diesem

19:18

wunderbaren Satz: "Gib acht, dass das,

19:20

was dir kurzfristig Lust verschafft,

19:23

langfristig auch Zufriedenheit bringt."

19:25

Dein Beispiel fing an mit dem Ben und

19:27

Jerry und dem Film. Das ist doch super.

19:29

Mal ein Abend ein Film gucken und dabei

19:31

ein Eis essen ist doch gar kein Thema.

19:34

So,

19:34

wohin führt es langfristig?

19:37

Der Punkt ist mal,

19:40

ne? Wenn du sagst, wenn ich das jeden

19:42

Abend mache, dann führt das

19:43

höchstwahrscheinlich langfristig dazu,

19:45

dass mein Alltag relativ eintönig ist,

19:47

dass wahrscheinlich, wenn ich jetzt mich

19:49

nicht jedes Mal mit Freundinnen

19:50

verabrede, zum Film gucken, dass ich

19:52

dass meine sozialen Beziehungen leiden,

19:54

dass ähm ich Veränderung in meinem

19:56

Körper feststelle und das kann und dann

20:00

haben wir einen spannenden Wechsel

20:02

zwischen den Ebenen. was mich mal

20:04

glücklich gemacht hat, nämlich das Ben

20:07

und Jerry und den Film zu gucken, macht

20:09

mich dann langfristig unzufrieden, weil

20:12

andere Bedürfnisse, die ich habe, eben

20:14

daunter nicht mehr oder dadurch nicht so

20:16

gedeckt sind. Das ist ein wichtiger

20:18

Punkt, den man und das und deswegen ist

20:19

der Verstand so toll. Ich verurteile das

20:22

gar nicht, sondern ich ich kann da

20:23

wirklich sehr sehr liebevoll und weich

20:25

drauf schauen. Da kann man eben den

20:27

Verstand dann nutzen, um zu sehen.

20:29

Natürlich haben verschiedene Bedürfnisse

20:31

immer Zielkonflikte. Der Klassiker ist

20:34

Sicherheit und Freiheit. So, ich muss

20:37

also schauen, wie kann ich mein

20:40

Bedürfnis nach Sicherheit auf der einen

20:42

Seite befriedigen und gleichzeitig aber

20:45

auch mein Bedürfnis nach Freiheit.

20:47

Wahrscheinlich geht es durch ein

20:49

Wechselspiel, ja, oder mein Bedürfnis.

20:51

Ich habe ja nicht wirklich das Bedürfnis

20:52

nach Ben und Jerry's und einem Abend

20:54

Netflix. Ich habe wahrscheinlich

20:56

eigentlich das Bedürfnis nach Erholung.

20:58

So. Ja, sagen wir, übersetzen wir es mal

21:01

so. Was gibt mir jetzt Erholung oder

21:04

abschalten? Ja, das könnte ein Abend auf

21:06

der Couch sein mit einem Ben und Jerry

21:08

und Netflix. Das könnte aber vielleicht

21:10

auch ein Spaziergang im Wald sein.

21:13

Das könnte auch ein Buch zu lesen sein.

21:14

Das könnte auch einfach ein Freund zu

21:17

treffen sein und ein Kaffee zu trinken

21:19

oder vielleicht auch einfach nur

21:20

schweigend nebeneinander zu sitzen. So,

21:23

also was male ich hier gerade auf?

21:24

Verschiedene Strategien, um ein und

21:26

dasselbe Bedürfnis zu befriedigen.

21:28

Nämlich ich will irgendwie wieder

21:30

aufladen. Da das ist ja was meistens

21:32

dieser Ben und Jerry und Netflix Faktor

21:34

dann gibt und darüber eine

21:36

Bewusstwerdung.

21:38

ähm ist total hilfreich. Also deswegen

21:41

der Verstand ist da ist da was ganz ganz

21:43

tolles. Ähm du hast so ein schönen

21:46

schönes Zitat ja gerade angefügt. Ähm

21:48

alles was günstig ist äh oder alles was

21:50

kostenlos ist. Wenn etwas kostenlos ist,

21:52

bist du das Produkt. Ähm ich mag da Carl

21:55

Gustav Jung dann auch zitieren. Alles

21:56

was nicht ins Bewusstsein aufsteigen

21:58

darf kommt als Schicksal wieder zurück.

22:00

Mm.

22:00

Und deshalb macht das eben so viel Sinn,

22:04

den Gefühlen, die in sich, die man in

22:06

sich trägt, den denen offen zwar im

22:11

Körper, also in dem was Emotionen

22:13

wahrnehmen kann zu begegnen, aber eben

22:14

auch offen im Verstand, weil dann kann

22:16

ich eben schauen, was mache ich jetzt

22:17

damit?

22:18

Mhm.

22:19

Ähm, genau. Aber es ist kein es sind

22:22

keine unechten Gefühle, die Menschen da

22:24

fühlen. Die Frage ist eigentlich nur,

22:27

was ist das Bedürfnis, was dahinter

22:28

steht? Ich glaube, das wäre das wäre

22:31

eine zielführende Frage, weil dann merke

22:33

ich vielleicht, wenn ich auf Instagram,

22:35

das war ja dein zweites Beispiel, wenn

22:36

ich die ganze Zeit auf Instagram am

22:37

scrollen bin, was ist das denn?

22:39

Vielleicht will ich,

22:41

vergleiche ich mich, ne, wie stehe ich

22:43

gegen andere Leute, da habe ich jetzt

22:45

mehr Likes oder was auch immer, ne? Dann

22:48

ist es vielleicht ein Bedürfnis nach

22:49

Sicherheit. Ah, ich habe immer noch drei

22:51

Follower mehr oder was auch immer, ne?

22:54

[gelächter]

22:55

Wie könnte ich denn mein Bedürfnis nach

22:56

Sicherheit angenommener Sicherheit auch

22:58

sonst befriedigen? Vielleicht ist aber

23:00

auch das Bedürfnis nach Inspiration und

23:02

dann ist in Netflix oder Instagram ja

23:04

gar nicht so verkehrt. Ja, vielleicht

23:06

will ich einfach nur irgendwie

23:07

Inspiration gewinnen, was weiß ich, ne,

23:09

mir Informationen holen, wie machen

23:11

andere Leute das, wie stellt dieser Film

23:13

irgendeine Sachhandlung da? Und in dem

23:14

Moment ist ist Netflix oder Instagram

23:18

gar nicht das Problem.

23:19

Mhm.

23:20

Was ist das, was du in dem suchst, was

23:23

du tust?

23:24

Das ist eine Frage, die man sich stellen

23:25

darf und ähm dann landet man, glaube

23:28

ich, eben schnell in einem anderen

23:30

Bewusstsein oder in einem generellen

23:32

eher eheren Bewusstsein und das führt

23:34

ein automatisch auch zu dem, was einen

23:36

eher langfristig zufriedener oder

23:39

glücklicher macht.

23:41

Danke dir. Dafür gehe ich mit. Also das

23:44

ist Freunde, wenn ihr merkt unbewusste

23:47

Mechanismen, die euch binden, ja, oder

23:49

wo fast schon so eine Art sucht

23:52

entsteht, weil es kommt ja von Suche,

23:53

ne? und Fehler kommt, weil etwas fehlt

23:56

im Leben. Dann wie Leo jetzt richtig

23:58

sagte,

24:00

ähm was ist das Bedürfnis hinter dem?

24:03

Ja, und die zweite Frage gleich

24:05

hinterher, was wäre vielleicht eine

24:06

langfristig bessere Alternative, die

24:09

jetzt nicht kurzfristig, ne, einmal Ben

24:11

and Jerry ist kein Thema, jeden Abend

24:12

Ben and Jerry, du hast ein Zuckerproblem

24:13

und dann hast du Körperproblem. [japst]

24:16

Was ist jetzt im Hier und jetzt eine

24:18

bessere Alternative? Weißt du, Leo, ich

24:20

habe einen kleinen Sohn und zu dem der

24:22

hat auch immer wieder mal so Papa,

24:24

kommen wir hier paar Gummibärchen oder

24:25

sowas nehmen. Mittlerweile will er die

24:27

gar nicht selber, aber da habe ich schon

24:29

oft gesagt, Leo, ich liebe dich zu sehr.

24:31

Mein Sohn heißt Leo.

24:32

Mm. Ich liebe dich zu sehr, um diesen

24:34

Schrott jetzt essen zu lassen oder dir

24:35

das zu sagen. Dann erkläre ich ihm auch

24:37

diese Dinge. Ja, und zum Glück hat er

24:39

auch einen Opa, der dann von jeden Abend

24:41

oder jeden Tag Nutella mit Weißbrot dann

24:43

irgendwann eine OP hatte und dann hat er

24:44

das physisch erfahren, das Opa im

24:46

Krankenhaus war und dadurch hat er jetzt

24:47

diesen Aha Moment gehabt.

24:50

Und je früher wir natürlich mit

24:52

Bewusstsein anfangen, in idealerweise

24:54

Kindergärten und ich er in der Schule,

24:55

umso bewusstere Menschen hätten wir und

24:58

nicht irgendwelche

25:01

Menschen, die von Marketing Genies, die

25:03

es da draußen vor allem in USA gibt,

25:05

gelebt werden. Jetzt mal andere Frage in

25:08

Zeiten von

25:11

wie du sagtest Netflix Instagram Likes

25:13

und Vergleichen und dieser dieser ganzen

25:16

digitalen Welt, wo ganz ganz viele

25:17

schöne Menschen ganz ganz tolle Dinge

25:19

machen und kurzfristig kann jeder

25:21

manipuliert werden, auch diese Menschen

25:22

können sich selbst manipulieren. Ich

25:23

habe das selbst mal erlebt in Bali vor

25:25

Jahren.

25:27

Da war ein Pärchen.

25:29

Ich ich bin ein bisschen mit dem Roller

25:30

rumgefahren auf einer Nachbarsinsel

25:32

Lomb, glaube ich. Und dann stand ich

25:33

dort da und habe einfach die Aussicht

25:34

genossen, da war einfach nichts, keine

25:36

Seele. Und dann merke ich, wie da so ein

25:37

Scooter ankommt, ein Roller und das

25:39

steigt ein Pärchen aus. Und dann haben

25:41

sie angefangen ihre Stative auszupacken

25:43

und dann ging sie nach vorne, er hat

25:44

fotografiert, dann hat sie 10 Minuten

25:46

rumgepostet und dann das gleiche

25:47

umgekehrt. Dann haben sie ein anderes

25:49

Handy aus dem Rucksack geholt, ein

25:50

anderes Stativ und das ging ohne Scherz

25:52

so 20, 30 wahrscheinlich 40 Minuten, ich

25:54

kann es nicht sagen. Die haben sich

25:56

nicht einmal hingestellt, nicht einmal

25:57

Minute geguckt in die Weite und dann

25:59

sind die weitergefahren [gelächter] und

26:01

sie haben aber nicht gesehen, dass ich

26:02

da war, weil ich von so ein bisschen

26:03

weiter oben saß

26:05

und da habe ich mir gedacht so, wie

26:07

viele Menschen gehen zu Monalise nach

26:08

Paris zum Luvre und haben eigentlich das

26:11

Premiererlebnis komplett verpasst, aber

26:13

hauptsache ich nehme Mona Lisa oder ich

26:15

im Stadion unter mir ist Lionel Messi

26:17

oder Ronaldo da hinten.

26:19

Also, dass sie eigentlich

26:22

und jetzt ist die Frage konkret auf dem

26:23

Punkt, inwiefern hält hängt Glück mit

26:27

Selbstakzeptanz oder Selbstliebe oder

26:29

Selbstwert zusammen

26:31

und wenn du sagst, es geht um die

26:32

Verbundenheit,

26:36

vielleicht fällt es so vielen Menschen

26:37

schwer, sich mit sich selbst und ihren

26:38

Gefühlen zu verbinden, weil sie das

26:40

Gefühl haben, ich habe es ja nicht

26:41

verdient oder ich bin unvollständig, wer

26:43

bin ich schon? Und wenn ich mich selber

26:45

fühle, dann muss ich mir Klammer auf

26:46

eingestehen, was ich für ein Loser,

26:48

Loserin bin, Klammer auf und das wollen

26:49

wir nicht und dann bleibt's dann bei Ben

26:51

and Jerry und Ablenkungsstimulanz, zu

26:53

vielisation im Außen, aber ich mich

26:55

selber gar nicht sehen will, weil ich

26:57

Angst habe, nicht gut genug zu sein.

26:58

Also, wie viele Menschen hast du das

26:59

Gefühl haben sowas?

27:02

Also in der Gesellschaft, in der wir

27:04

jetzt leben, damit meine ich jetzt mal

27:06

so im weiteren Sinne den

27:07

deutschsprachigen Raum, da glaube ich

27:09

ist das ein sehr verbreitetes Phänomen,

27:14

weil es auch hier wieder kurzfristig

27:17

gesehen viel einfacher ist, nicht zu

27:20

fühlen. Die Rei die Rechnung geht so

27:22

lange gut, wenn du gar nicht erst ins

27:24

Fühlen kommst. Je später du aber

27:27

aufwachst, desto härter wird dann auch

27:30

die Landung.

27:31

Ist es wie ein Vulkan, dass die Leute,

27:33

die dann irgendwann mit 40 in Tränen

27:35

ausbrechen, gibt's ja Männer, die

27:36

Therapeuten sitzen und dann plötzlich

27:38

sagen: "Gott, meine Kindheit, meine

27:39

Familie, meine Expartner".

27:41

Dass sie dann in Tränen ausbrechen und

27:42

merken, ich habe mein halbes Leben

27:44

weggeworfen, irgendwelchen weltlichen

27:46

Dingen nachzujagen.

27:47

Ja. Ja. Ich weiß nicht, ob es ein Vulkan

27:49

ist. Ich gehe aber davon aus, ich bin

27:51

jetzt kein Therapeut, der von dieser

27:53

Erfahrung selber sprechen kann.

27:56

Was du da aber beschreibst, ist dann ja

27:58

eigentlich so eine Art vielleicht

27:59

Trauer. Hey, verdammt, ich habe da

28:01

irgendwie einen ganzen großen Anteil an

28:04

Zeit und Möglichkeiten irgendwie

28:06

unbewusst nicht genutzt. So. Und das

28:08

kann einen dann traurig machen, das kann

28:10

einen auch sauer machen auf sich selber.

28:13

Ähm es kann ein auch wütend machen auf

28:16

die blöde Gesellschaft, die doofen

28:19

Eltern, dummen Glaubenssätze, was auch

28:20

immer. Am Ende ist es aber ja schon so,

28:24

dass wir alle auch eine gewisse

28:26

ähm Verpflichtung selber haben, ja, oder

28:29

eine gewisse Eigenverantwortung.

28:32

Da kommen wir nicht drum herum, ne?

28:33

Also, wir starten, wir können uns nicht

28:35

aussuchen, mit welchen, in welchem

28:37

Szenario wir starten und wir können uns

28:38

nicht unsere Kindheit aussuchen, aber

28:40

irgendwie

28:42

werden wir ja dann doch zu Menschen und

28:44

zu Wesen, die in einer gewissen Hinsicht

28:46

mündig sind und ähm auch eine

28:48

Verantwortung für sich selber tragen.

28:51

Und ich glaube, es ist sehr, also für

28:54

eine emotionale, für eine psychologische

28:57

oder für eine psychische, für eine

28:58

emotionale, aber auch für eine geistige

29:00

und spirituelle Entwicklung ist es sehr

29:04

sehr hilfreich, besser früher als später

29:07

in eine gewisse Art der

29:08

Selbstverantwortung

29:10

zu kommen.

29:12

Und damit meine ich nicht, dass man

29:13

alles alleine schafft und

29:17

für nichts Hilfe braucht,

29:20

aber natürlich geht's darum, irgendwie

29:22

auch Verantwortung für die eigenen

29:24

Gefühle zu übernehmen.

29:26

Dann kann ich mich nämlich mündig

29:28

irgendwie durch dieses Leben steuern.

29:30

Wenn ich von meinen Gefühlen immer hin

29:31

und her geworfen werde wie ein ähm wie

29:34

eine Nussschale auf dem Wasser,

29:37

dann reagiere ich mit unter sehr

29:39

impulsiv. Das macht mich aber nicht

29:41

unbedingt gesellschaftsfähig oder das

29:43

ist h das ist nicht hilfreich.

29:45

Beispielsweise, wenn ich jetzt im

29:46

Berufsleben innerhalb eines Meetings

29:48

irgendwas höre, was mir gar nicht passt,

29:50

dann ist es hilfreich, eine gewisse

29:51

Impulskontrolle zu haben. Ganz

29:53

praktisch. Ähm, hier ist auch wieder der

29:57

Verstand total wichtig, aber natürlich

29:59

brauche ich auch das Gefühl, um

30:00

überhaupt zu spüren, hey, hier geht mir

30:02

was gegen den Strich oder hey, das finde

30:04

ich total super.

30:05

Ähm, von daher die Selbstverantwortung

30:09

würde ich da total nach vorne nehmen und

30:12

wir leben in einer Gesellschaft, die

30:15

einfach zu einem ganzen ganzen Großteil

30:19

davon profitiert, dass viele Leute wenig

30:23

fühlen, dass sich viele Leute eher

30:24

schämen, dass sie eher den Weg des

30:28

geringsten Widerstandes oder des

30:30

geringsten Schmerz des emotionalen

30:31

Schmerzes gehen.

30:35

Das ist so. Ähm,

30:37

ich würde gerne, ich habe jetzt gerade

30:38

mir dieses Wort Selbstakzeptanz noch mal

30:40

aufgeschrieben, weil du das auch genannt

30:42

hast und das passt so gut mit diesem Ben

30:43

und Jerry mit diesem Ben und Jerry

30:45

Beispiel, was wir eben hatten, ja, oder

30:48

mit den zwei Flaschen Bier, wenn man

30:50

abends vielleicht irgendwie so dieses

30:51

klassische Feierabend Bier trinkt. Ja,

30:53

ich fühle mich dann vielleicht in dem

30:54

Moment ganz gut mit meinem Ben und Jerry

30:56

oder mit meinem Feierabendbier, aber am

30:58

nächsten Morgen denke ich mir dann auch,

31:00

was bist du denn für ein Dep? hast schon

31:01

wieder nicht geschafft. Und du hattest

31:03

auch noch eine Frage angeführt. Wie

31:06

kriege ich das jetzt hin mit deinem

31:08

Sohn, ne, Leo, ich liebe dich zu sehr,

31:10

um dir diesen Scheiß da zu erlauben.

31:13

Die Frage ist immer, wenn wir nehmen als

31:15

Gegenbeispiel den Salat, so [gelächter]

31:18

da hat dann jemand erstmal keinen Bock

31:19

drauf. Die Frage ist, mit welcher

31:21

Wertigkeit ist der Salat verknüpft? Ja,

31:23

das Ben und Jerry. In dem Moment, wo ich

31:25

mir das alles nicht so sehr bewusst

31:26

mache, ist das eben nur verbunden mit

31:29

schmeckt geil. Punkt. So ne, wenn das

31:32

eben auch verknüpft ist mit da ist ganz

31:34

schön viel Zucker drin und Dinge, die

31:36

meinem Körper langfristig eher schaden,

31:38

dann sinkt ja auch die emotionale

31:39

Bewertung dessen und dann habe ich

31:42

vielleicht auch gar nicht mehr so viel

31:43

Lust drauf oder ich habe ganz bewusst

31:44

Lust drauf, weil ich sag ja, heute gönne

31:47

ich mir das mal in Anführungszeichen. So

31:49

und wenn der Salat nur mit schmeckt

31:51

nicht verbunden ist, [gelächter]

31:53

dann ist auch klar, warum ich da keinen

31:55

Bock drauf habe. Wenn der Salat aber

31:57

verknüpft ist mit ey, da sind ganz schön

32:00

viele Nährstoffe drin, die meinem Körper

32:02

gut tun und die mich gut fühlen lassen

32:04

und funktionieren lassen, dann steigt

32:05

auch die Wertigkeit und da kann ne also

32:07

so da ist dieses Zusammenspiel zwischen

32:09

Verstand und Emotion einfach wieder so

32:11

so wertvoll und ähm genau das wollte ich

32:13

einfach gerne noch ausführen, weil ich

32:14

das gerade im Hinterkopf noch hängen

32:15

hatte, aber ich äh genau mache an der

32:18

Stelle kurzen Punkte. Ich glaube, das

32:19

war jetzt nämlich auch eine recht

32:21

ausführliche Antwort und ich möchte auch

32:23

Raum für deine Fragen geben.

32:25

Vielen, vielen Dank. Ähm, Leo, du hast

32:28

irgendwann gesagt, den Anfängerfehler,

32:31

also ich überspitze es jetzt einfach

32:32

mal, den ich damals gemacht habe. Ich

32:33

wollte Glück verstehen.

32:36

Gefühle können wir nicht denken. Ja,

32:38

oder manchmal sage ich denke mit dem

32:40

Herzen, fühle mit dem Kopf. Das ist so

32:42

die Metapher, die mir irgendwann

32:43

eingefallen ist. Aber das ist ja

32:44

schön

32:45

überall wo denken ist, es ist

32:47

wahrscheinlich gewinnst du immer nur den

32:48

zweiten Preis.

32:50

Ähm,

32:52

du sagtest, ich war dann irgendwann vom

32:53

Leben herausgefordert worden mit mir

32:56

selbst mich zu verbinden, die

32:58

Verbundenheit zu suchen. Und das mündete

33:00

dann in einer Therapie, wo du gemerkt

33:02

hast, so ich bin ein Mann, der mitten im

33:03

Leben steht und im Außen scheint alles

33:05

in Ordnung zu sein, aber gleichzeitig

33:08

ich war nicht wirklich mit mir

33:08

verbunden. Und ich glaube, da stehst

33:10

halt synonym für sehr, sehr viele

33:11

Menschen, den nicht einmal bewusst ist,

33:14

äh was bedeutet es denn fühlen? Und mit

33:16

Sicherheit sind Frauen anatomisch oder

33:18

vom Bewusstsein dort einfach weiter mit

33:20

den Gefühlen, aber gerade so die Männer

33:23

heutzutage meistens eher später, wenn

33:25

überhaupt dazu kommen, sich mit sich zu

33:27

verbinden. Also gab's da ein bestimmtes

33:29

Ereignis und wie kamst du dazu zu sagen,

33:34

jetzt gebe ich mir die Therapie und

33:35

genau ja und jetzt jetzt war fühlen das

33:38

Auto? Ja, genau. Also, ich mag ganz kurz

33:41

einordnen, ich gehe nicht unbedingt mit,

33:44

ob Frauen da generell anatomisch äh

33:46

anders aufgestellt sind. Ich würde's äh

33:48

ich würde es in Relation stellen zu ähm

33:51

einem gesellschaftlichen Aufwachsen. In

33:53

dem Moment, wenn du dir anschaust, du

33:55

kannst da bestimmt persönlich auch dich

33:57

drauf beziehen. Ähm wenn ich äh als

34:00

Junge Klasse in so einer klassischen

34:02

männlichen Sozialisation die durchlaufe,

34:04

ja, dann hast du dann kriegst du eher

34:07

vielleicht eingebläut, dass Jungs stark

34:09

sein müssen und keine Gefühle zeigen und

34:12

ähm keine Schwäche vor allem. Und

34:14

deswegen ist es gesellschaftlich bei

34:15

Jungs viel eher Wut akzeptiert als

34:18

Trauer. Ja. Und bei Frauen ist viel eher

34:22

akzeptiert, wenn sie traurig sind, als

34:24

wenn sie wütend sind. So, das liegt

34:27

einfach an der patriarchalen Erziehung.

34:30

So. Ähm,

34:33

das heißt, du sagst, körperlich sind die

34:34

Jungs auch gar nicht so. Das ist, wenn

34:36

wenn wirklich wir beide, wir hätten nie

34:39

einen Papa gesehen und wir wären auf

34:41

einer Insel mit Frauen aufgewachsen,

34:43

dann würden wir ins ähnlich verhalten.

34:44

Selbst wenn wir wissen, bei uns ist

34:46

anatomisch unten etwas anderes als bei

34:47

den anderen Mädels um uns herum und

34:49

Frauen. Aber wir hätten das uns

34:51

angeglichen wahrscheinlich als Baby und

34:52

hätten weniger dieses also rein

34:55

anatomische, rein physische, dass wir

34:56

andere Testosteron und ähnliche Dinge

34:58

haben.

34:58

Ach so, ja. Ja. Okay, Testosteron und

35:00

ähm einfach Geschlechtsunterschiede, das

35:03

stelle ich einfach, das stelle ich

35:04

überhaupt gar nicht in Frage. Das ist

35:06

so. Äh nur ähm du hattest ja vorhin

35:09

gesagt, man sieht dann, was

35:10

beispielsweise im Gehirn für Bereiche

35:11

durchblutet sind, die eher für Empathie

35:13

beispielsweise zuständig sind. Und das

35:15

wollte ich gerne in Relation stellen zu

35:17

ja, wenn du aber auch aufwächst in einer

35:19

Gesellschaft, die dir als Junge sagt,

35:21

fühl mal bitte keine Trauer und lass mal

35:24

wenig Schwäche zu, dann unterdrücke ich

35:28

eben vielleicht eher meine empathische

35:30

Seite und dann liegt es, ne? Und das

35:33

könnte eine mögliche Erklärung dafür

35:34

sein, dass man dann vielleicht sieht,

35:36

ich kenne aber solche Studien nicht und

35:37

weiß, also ich kann da nichts zu sagen,

35:39

aber ich glaube nur nicht, dass also

35:41

anatomisch, zumindest jetzt nicht vom

35:43

vom Gehirnaufbau oder so, ne, dass es

35:45

Geschlechtsunterschiede gibt. Gar keine

35:46

Frage. Ähm, aber ich komme zu deiner

35:49

Hauptfrage zurück. Wie war das denn?

35:51

Lustig. Ich habe nämlich nie eine

35:53

Diagnose bekommen, so im Sinne von du

35:55

hast eine, was weiß ich, ja,

35:57

posttraumatische Belastungsstörung oder

35:59

eine Depression oder warum soll ich

36:00

jetzt eine Therapie machen? Was soll

36:01

denn das alles? Ähm, es war so, ich war

36:04

damals in einer Beziehung und wir hatten

36:07

meine Ex-Partnerin und ich ähm jetzt

36:10

habe ich es auch schon verraten, ähm

36:12

immer irgendwie die gleichen oder sind

36:14

immer wieder über die gleichen Themen

36:15

gestolpert. Dann kam sie irgendwann mal

36:17

auf die Idee oder mit dem Vorschlag um

36:19

die Ecke, du lass uns doch mal zu einem

36:21

paar Therapeuten gehen. Und der Punkt

36:23

ist, ich habe ja damals als Berater

36:24

gearbeitet, also das Einkaufen von

36:26

Expertise finde ich sinnvoll,

36:28

[gelächter] das hilft einem manchmal.

36:30

Also habe ich gesagt, gut, das machen

36:31

wir.

36:32

Dann ähm waren wir bei dem

36:35

Paartherapeuten und dann nach zwei

36:38

Sitzungen guckt er uns an und sagt: "Ja,

36:40

also sie können jetzt auch wiederkommen,

36:41

aber so wie ich das sehe, sollten sie

36:43

eigentlich mal ihre Muster individuell

36:45

bearbeiten." Und das fand ich eine

36:47

extrem färe Aussage, weil der hätte ja

36:49

auch wiederkommen können und sagen oder

36:51

der hätte ja auch sagen können, kommt

36:53

wieder nächste Woche in Klammern und

36:55

zahlt mein Honorar. So, aber hat er

36:57

nicht gemacht. der hat gesagt,

36:58

eigentlich glaube ich, ihr braucht was

37:00

anderes. Das fand ich, das fand ich eine

37:02

wirklich faussage und dann habe ich

37:04

gesagt, okay, dann hat er da ist

37:05

vielleicht was dran. Und irgendwie hat

37:07

sich das dann ergeben, dass ich mit

37:08

diesem Therapeuten dann weitergearbeitet

37:10

hatte. Ähm weil der kannte ja

37:13

dementsprechend schon die Geschichte und

37:14

die Muster und mich und meine damalige

37:16

Partnerin war zu dem Zeitpunkt schon

37:18

auch in der Einzeltherapie woanders. Das

37:20

heißt, ich hatte jetzt auch nicht das

37:21

Gefühl, der irgendwas wegzunehmen und

37:24

ich wusste in damals einfach überhaupt

37:27

nicht, will ich mich auf diese Beziehung

37:29

einlassen und schaff's nicht oder will

37:33

ich mich eigentlich trennen und schaff

37:35

es nicht? Also, [gelächter]

37:38

ich wusste nicht, was ich fühle. Es war

37:39

total blöd so. Aber irgendwie wusste ich

37:41

so wie es jetzt ist, geht's nicht. Aber

37:44

so eine richtige Richtung hatte ich auch

37:45

nicht. Ja, und dann ähm

37:49

war meine die die Eingangsfrage oder

37:51

mein Therapieziel war, ich möchte

37:53

herausfinden, will ich diese will ich

37:54

mich auf diese Beziehung einlassen, ja

37:55

oder nein? So. Ähm und dann hat der

38:00

Therapeut damals gesagt: "Ja, gut, also

38:01

wenn Sie das nicht wissen, dann brauchen

38:03

Sie eine Arbeitshypothese. Also, nehmen

38:04

Sie doch mal an, Sie wollen diese

38:06

Beziehung und nehmen Sie das doch mal

38:09

jetzt einfach für z d Monate an. setzen

38:11

sie sich ein Datum und dann werden sie

38:13

schon irgendwie spüren, wie geht's Ihnen

38:16

denn? Wie zufrieden sind Sie denn? Ja,

38:17

und wenn man dann eben auch wöchentlich

38:19

mit jemandem eincheckt, der dazu

38:20

ausgebildet ist und das professionell

38:22

kann, dann kommt man irgendwie auch in

38:25

Begleitung oder für zumindest war es für

38:27

mich damals dann so habe ich bin ich

38:29

ganz gut daran gekommen an die

38:30

Erkenntnis, also eigentlich will ich das

38:33

nicht so und irgendwie muss ich jetzt

38:34

auch, also innerlich wusste ich das auch

38:36

schon ganz lange, aber ich habe das

38:37

irgendwie nicht getraut mich zu fühlen,

38:39

nicht getraut auszusprechen, nicht

38:40

getraut mit allen Konsequenzen im Außen

38:42

dazu zu stehen. Wie auch immer, nach 3

38:45

Monaten war ich dann an dem Punkt, okay,

38:47

ich möchte diese Beziehung nicht und

38:49

dann haben wir uns getrennt. Ähm, dann

38:51

könnte man jetzt ja eigentlich sagen,

38:52

wunderbar, Therapieziel erreicht. Äh,

38:55

dann tschüss.

38:57

Die spannende Frage war aber eigentlich,

38:59

wie konnte ich denn überhaupt in diese

39:01

Situation reingaten?

39:04

Also, was ist da eigentlich passiert?

39:05

Und dann ging es los, was hat den das

39:07

mit Mama zu tun, was hat das mit Papa zu

39:09

tun? Was hat den das mit deiner Kindheit

39:11

zu tun? Und äh ja, dann wurde so aus so

39:14

einem anfänglichen, wir sprechen mal für

39:17

zi d Monate miteinander, ein

39:18

zweieinhalbjähriger Prozess und

39:22

das war überhaupt nicht leicht. Ich

39:24

musste erstmal fühlen, wie sich das

39:25

anfühlt, Gefühle zu fühlen und überhaupt

39:27

lernen, wie das geht und dass sich das

39:29

auch aushalten kann und dass das nichts

39:31

bedrohliches ist. Ich mag ganz liebevoll

39:34

den Satz: "Scheiße schwimmt oben." Damit

39:37

meine ich nicht, dass das, was man da

39:39

fühlt scheiße ist, sondern das

39:41

Unangenehme schwimmt oben. Wenn ich

39:46

das Tor zum Fühlen aufmacht, dann kommt

39:50

halt erstmal all, was ich was was

39:52

unangenehm ist tendenziell und was ich

39:54

lange verdrängt habe, weil Gefühle, die

39:56

nicht gefühlt werden, die gehen ja nicht

39:58

weg. die wirken einfach nur irgendwo im

40:00

Unbewussten und die wollen ja trotzdem

40:02

verarbeitet und durchlebt werden und die

40:04

stauen sich dann halt einfach so lange

40:05

auf, bis man dem ganzen die Möglichkeit

40:08

dazu gibt. Und wenn ich das einfach nie

40:11

tue, dann dann staut sich da immer mehr

40:14

auf und ich muss den Wall, der das

40:15

zurückhält, immer immer dichter machen

40:19

und dann werde ich halt immer

40:21

unverbundener, werde vielleicht

40:24

irgendwie immer roher, immer verbitter.

40:28

Und wenn ich dann mich dem Fühlen öffne,

40:31

dann ist das ein Prozess, der erstmal

40:34

auch viele Ressourcen kostet, zeitlich

40:36

und emotional.

40:38

Ähm und je nachdem in welcher Form man

40:40

die so eine Therapie macht, kann das

40:42

auch Geld kosten oder nicht, aber das

40:46

ist einfach ähm ja, das ist einfach

40:47

etwas, was dann Kraft kostet

40:50

und nicht unbedingt mit dem

40:52

kurzfristigen Erleben von Freude

40:54

verbunden ist,

40:56

wohl aber mit dem langfristigen Erleben

40:58

von Zufriedenheit und auch mit dem

41:00

Erleben von Glück, weil wenn wir uns so,

41:03

ich sag mal, stell dir mal eine Skala

41:05

von -10 bis + 10 vor, das sind deine

41:08

Gefühle und natürlich fühlt sich das

41:12

nicht so schön an Dinge im Minusbereich

41:13

zu erleben. Und wenn ich aber sage, ich

41:16

will nichts erleben, was unangenehmer

41:19

ist als eine -4, dann setzt du

41:21

automatisch den Filter auch bei + 4. So.

41:25

Und dadurch verringert sich insgesamt

41:27

einfach das Spektrum, indem du da

41:28

schwingen kannst und in dem du erleben

41:29

kannst. Und der Preis, den du halt

41:31

zahlst, dafür, dass du keine

41:35

unangenehmen Gefühle fühlst, ist eben,

41:37

dass du auch weniger schöne Gefühle

41:39

fühlst und dann wird einfach insgesamt

41:40

dein Leben deutlich eintöniger und

41:44

kannst du genau das

41:46

noch noch mehr ausführen. Also du sagst

41:49

in dem Augenblick, also ich habe eine

41:50

ähnliche Metapher, das ist nämlich total

41:52

faszinierend, weil wir diese Parallelen

41:53

haben, weil vielleicht ganz kurz zu

41:55

meiner Welt, damit ich deine besser

41:56

verstehe und wir dann

41:58

ja

41:58

uns besser finden. Also ich sag auch

42:01

immer, die meisten Menschen leben

42:02

irgendwo, wenn + 100 - 100, so ist es

42:04

bei mir, dann sind die meisten irgendwo

42:05

bei -20 und bis + 40 gefangen, die

42:08

sagen, ich will bloß nicht zu viel mit

42:10

schmerzvollen Themen Angst und und was

42:12

könnte ich alles sein beschäftigen, aber

42:13

gleichzeitig dann auch gedeckelt sind.

42:16

Aber mir war zumindest, wenn ich dich

42:17

richtig verstanden habe, nicht bewusst,

42:18

dass wenn du den auf -4 oder 40 in

42:21

meinem Fall machst, dann kannst du auch

42:22

nur + 40. Kannst du dazu mehr erzählen?

42:26

Ja,

42:26

als beidseitig limitiertes hier.

42:28

Ja, natürlich ist es beidseitig

42:30

limitiert. Stell dir das vor wie ein

42:31

Pendel, was schwingt. Ähm, ein Pendel

42:35

schwingt immer gleichmäßig in beide

42:36

Richtungen. Es gibt kein Pendel, was

42:38

ganz doll in eine Richtung ausschlägt,

42:40

aber nicht in die andere.

42:42

Mhm.

42:43

Das ist einfach eine ganz intuitive

42:45

natürliche Balance und es ist auch ähm

42:50

insofern erklärbar, dass egal ob es

42:52

jetzt im positiven oder im negativen

42:55

Skalenbereich ist, je weiter du dann

42:58

Richtung -10 oder -100 gehst oder + 10 +

43:02

100, das wird ja auch vom vom Erleben

43:05

intensiver und unabhängig davon, ob das

43:08

angenehm oder unangenehm ist, musst du

43:10

auch irgendwie in der Lage sein,

43:11

intensive gef Gefühle handhaben zu

43:13

können. Ein total tolles positives

43:17

Gefühl ist ja super expansiv und das

43:20

kostet ja auch Ressourcen, das halten zu

43:23

können. So und

43:27

das funktioniert halt in beide

43:29

Richtungen einfach. Also es wäre gar

43:31

nicht logisch, dass du [gelächter]

43:33

lustig, dass ich diese Wortfall

43:35

verwende. Es ist gar nicht logisch, aber

43:36

ähm es wäre tatsächlich nicht logisch in

43:40

die eine Richtung große Ausschläge und

43:43

intensive Gefühle handhaben zu können

43:45

und in der anderen Ebene sie nie zu

43:47

fühlen. Also,

43:48

das ist einfach ein eine ganz ähm und

43:51

ich glaube, dass das erschließt sich

43:52

vielen Menschen, wenn sie zuhören,

43:55

intuitiv und das ist ja auch ein

43:57

Bereich, in dem du da total viel bist.

44:00

Es gibt einfach immer wieder Formen und

44:03

ich sag's jetzt mal Regeln und

44:05

Gesetzmäßigkeiten,

44:06

die einfach universell sind und

44:08

wiederkommen und ja, wenn ich einfach

44:11

Sachen da auf der einen Seite begrenze,

44:13

dann begrenze ich sie auch auf der

44:14

anderen. Das ist

44:16

einfach so. Ja,

44:18

deswegen sagen auch jetzt, wenn ich

44:20

jetzt Astrologie ein bisschen dazu

44:21

packe, es gibt äh manchmal Menschen

44:25

tendenziell Wasserzeichen, die so viel

44:26

wahrnehmen, fühlen

44:28

und dann so Tode betrübt sein und Himmel

44:31

hochjaucht sind. Also genau dieses und

44:32

gleichzeitig andere, die emotional eher

44:35

ja nein auf Wiedersehen, also ihr eher

44:37

spärlich unterwegs sind, aber dann auch

44:39

in beide Richtungen.

44:40

Jetzt ist die Frage, was ist davon ges

44:42

Ja, jetzt was ist die gesündere Version

44:45

von beiden? Weil die die vielleicht so

44:48

plus 100 ausschlagen und sagen, oh mein

44:50

Gott, ich raste gleich aus, sie selbst

44:52

eigentlich gar nicht fühlen, sondern

44:54

durch den Verstand interpretieren. Ich

44:56

bin gerade glücklich,

44:57

weil der Verstand das jetzt als

44:59

Hauptglück interpretiert und gar nicht

45:00

sich bewusst ist. Ich denke jetzt an

45:02

Sokrates, der diesen Satz sagte:

45:04

"Bedenke, dass das Leben vergänglich ist

45:06

und dann bist du nicht zu traurig in

45:08

einem finsteren Moment und nicht zu

45:09

glücklich in der Euphorie, dass er so zu

45:11

dieser Nüchternheit mahnte und sagte, es

45:14

ist nur dein Verstand, der dich dazu

45:15

führt." Was sagst du? Ich glaube, es

45:18

geht gar nicht darum, was ist besser

45:20

oder was ist schlechter. Ähm sondern

45:24

damit wir uns in dieser Welt manövrieren

45:28

können, ist es hilfreich, eine gewisse

45:31

Regulationsfähigkeit

45:33

zu haben. Ja, das bedeutet in dem

45:36

Moment, wo ich was Sokrates da eben

45:38

beschrieben hat, ja, wenn ich zu Himmel

45:40

hochjauchzend bin, dann oder eben zu

45:42

Tode betrübt, dann kann er sich durch

45:43

diesen Satz regulieren. So. Und

45:48

das ist einfach das einfach hilfreich,

45:50

um mich durch dieses Leben zu

45:51

manövrieren. Da hilft einfach der

45:53

Verstand, um nicht wie auf einer Rutsche

45:56

einfach nur dann da getragen zu werden

45:59

und gleichze und und überhaupt nicht

46:02

mehr meine Impulse kontrollieren zu

46:05

können, so wie mit dem Ben und Jerry's.

46:07

Ja, Impuls Ben und Jerry, alles klar.

46:09

Ich renn zu meinem Kühlschrank und los

46:11

geht's. sondern ähm

46:14

also es gibt kein es gibt da kein besser

46:17

oder schlechter und m sondern sondern

46:22

ich glaube es macht Sinn oder es ist auf

46:24

einer auf einer spirituellen Ebene

46:26

vielleicht auch so eine Art Aufgabe,

46:28

zumindest ist es mein persönliches

46:30

Empfinden auf mein Leben bezogen,

46:34

das Leben auch in seinen Facetten

46:36

wahrzunehmen und zu erleben und dazu

46:38

gehört es eben auch hohe Ausschläge

46:41

in beide Richtungen zu erleben und auch

46:44

händeln zu können, aber eben auch sich

46:47

davon nicht mitreißen zu können. Und das

46:49

Leben wird einfach bunter und

46:51

abwechslungsreicher. Nur weil etwas

46:53

nicht gerade schön ist, heißt das ja

46:55

nicht, also das Leben ist ja trotzdem

46:56

total intensiv. Ja, das ist doch das

46:58

sind doch auch die Momente, wo das Leben

47:00

stattfindet. Es hat ja nie einer gesagt,

47:02

dass das Leben immer nur schön sein

47:04

muss, sondern

47:06

um dann jetzt vielleicht den

47:08

wissenschaftlichen Pfad mal kurz zu

47:10

verlassen oder so so ein kleinen Schritt

47:13

zur Seite zu gehen, ich glaube, wir sind

47:14

hier, um uns auf dieser Welt zu

47:16

entwickeln, um uns an ihr zu entwickeln

47:19

und das letzte Hemd hat keine Taschen,

47:21

aber das Development deiner Seele nimmst

47:23

du mit.

47:25

So und dafür ist es eben sehr sehr

47:27

hilfreich, wenn du

47:30

Emotionen egal in welche Richtung, ob zu

47:33

Himmel hoch jauchend oder zu Tode

47:34

betrübt durchleben durchlebst und

47:37

durchleben kannst, aber dich auch nicht

47:38

davon mitreißen lässt, weil du dadurch

47:41

Erfahrungen machst, die dir eben dir,

47:44

deinem Wesen, deiner Essenz nutzen, um

47:48

eben inner höheren Verbundenheit dann zu

47:50

sein zu dir selber, zu deinen Gefühlen,

47:52

aber vielleicht auch zu was größerem

47:54

ganzen.

47:55

Mhm. Schön. Lieber Leo, ich würde dich

47:58

jetzt einladen so bisschen Pingpong

48:00

Spiel zu machen, weil ich habe 70.000

48:02

1000 Fragen noch auf meiner Liste und

48:03

damit die Menschen möglichst viel Nutzen

48:05

aus deinen jahrelangen Recherchen

48:07

auf den Punkt bekommen könnten.

48:10

In stressigen Phasen

48:13

brauchen wir Menschen, ist wieder

48:15

pauschalussage.

48:17

Äh also möglichst kurze

48:20

Frage von mir und möglichst innerhalb

48:21

von fünf bis zehn Sätzen die Frage

48:23

beantworten, damit wir möglichst vielen

48:24

Menschen helfen können in ihren

48:25

jeweiligen Situationen. Ja, bei Stress

48:28

hilft.

48:29

Ich lass jetzt einfach mal offen.

48:30

Ja. Ja,

48:33

bei Stress hilft

48:36

sich dem erstmal bewusst zu sein, zu

48:39

bewusst zu sein, ich bin gerade

48:41

gestresst, das nämlich der erste Moment,

48:42

um auszusteigen, dann nehme ich, dann

48:44

schaffe ich ja einen kleinen Abstand

48:46

zwischen dem meinem emotionalen Stress

48:48

oder meinem körperlichen Stress.

48:50

Punkt 1 und dann einen Ausgleich

48:52

schaffen. Ja, also wenn ich

48:53

beispielsweise super gestresst bin, dann

48:55

vielleicht ein Ventil zu suchen. Es

48:57

könnte sein laufen zu gehen, das könnte

48:59

sein mit Freunden zu sprechen, es könnte

49:01

sein gegen einen Boxsack zu hauen, das

49:03

könnte auch sein eine Flasche Bier oder

49:05

einen Joint zu konsumieren, ist die

49:07

Frage wie nachhaltig das jetzt ist, ja,

49:08

aber einen Ausgleich zu schaffen, denn

49:11

Stress auf einer physiologischen Ebene

49:14

ist einfach äh für den Körper

49:16

langfristig nicht gut und ähm sollte

49:19

eigentlich auch nur sehr dosiert erlebt

49:20

werden, evolutionär gesehen.

49:23

Jetzt klingt's für mich nach

49:24

Nikotinpflaster.

49:26

Äh, was ist mit Lösungen suchen?

49:29

Ja, natürlich. Ähm, das ist aber gar

49:31

nicht, ja, entschuldige vielleicht um

49:34

bessen, wenn die Menschen im im Alltag

49:37

sind und sagen so, ich hasse meinen Job,

49:39

aber ich muss es tun, weil Geld, Kind,

49:42

Karriere hält das Leben am zustande. Hat

49:44

jetzt wahrscheinlich eine langfristige

49:46

Frage wieder, ne? Wie bist du dort

49:47

gelandet? Fühlst du es wirklich oder

49:50

oder hast Ja,

49:51

ja, natürlich. Also, aber dann macht es

49:52

Sinn vielleicht an beiden Ebenen, an

49:54

beiden Enden zu arbeiten. Also natürlich

49:56

muss ich doch irgendwie kurzfristig

49:57

damit umgehen, um diese Situation

49:59

aushalten zu können oder um mit sie

50:01

handhaben zu können. Und wenn das du

50:05

hast jetzt ja einen anderen Kontext

50:06

reingebracht,

50:07

stimmt. Ja,

50:08

ich kann ich kann auch gestresst sein,

50:09

einfach nur weil mein Zug gleich kommt.

50:12

So, dann dann ist es aber ein Szenario,

50:14

was in einer Viertelstunde vorbeikommt,

50:16

vorbei ist. Wenn ich grundsätzlich

50:18

gestresst bin, weil mein Job mich nervt,

50:20

ja, dann muss ich brauche ich auch eine

50:21

langfristigere Lösung, so ne. Das heißt,

50:24

aber auch

50:25

aber aber deswegen ist auch der erste

50:27

Schritt wieder sich bewusst zu werden,

50:29

was stresst mich denn da eigentlich

50:30

gerade? Ja, weil wenn ich nur Stress

50:32

erlebe, dann ist es erstmal nicht schön.

50:33

Aber wenn ich weiß, ja, ich bin gerade

50:35

gestresst, aber ich bin gestresst, weil

50:37

ich für mich, ich bin häufig gestresst,

50:39

wenn ich irgendwie packen muss, ja, wenn

50:42

ich irgendwo hinfahre für eine halbe

50:43

Woche oder so habe ich jetzt alles, auch

50:45

wenn ich schon 15 000 mal Sachen gepackt

50:47

habe, irgendwie stresst mich das immer.

50:49

Und ich weiß aber auch, das geht voll

50:50

schnell vorbei, ist okay, ne? Man wird

50:52

darin dann auch besser.

50:54

Leo, am besten gleichen Rucksack zur

50:56

Seite legen, habe ich auch gemacht.

50:57

Kulturbeutel und dann hast du alles drin

50:59

fast mal her. und nur noch paar

51:00

Unterhosen und Kleidung rein.

51:02

Genau. Das wäre dann eine Lösung

51:04

Idee langfristig. Genau. Ja, einfach

51:07

alles doppelt zu haben. Ähm, pass auf,

51:10

sorry. Also, ich versuche jetzt gerade

51:12

noch so viel, weil die Zeit ist nicht

51:13

gerade unser Verbündeter noch möglichst

51:14

viel von deiner Expertise reinzubringen.

51:17

Glück und Beziehungen bzw. Verbundenheit

51:19

zu anderen Menschen. Wie steht's da?

51:23

Glück und Beziehung hängen immer stark

51:26

miteinander zusammen, denn Beziehungen

51:28

können uns total glücklich machen und

51:30

auch total unglücklich. Was allerdings

51:33

die Wissenschaft sagt, ist, dass

51:34

Beziehungen der Nummer ein Faktor sind

51:36

für Wohlbefinden und ein gelingendes

51:38

Leben. Und deswegen ist es

51:41

zumindest aus wissenschaftlicher Sicht,

51:43

aber auch das können wahrscheinlich

51:44

viele Menschen persönlich für sich

51:46

bestätigen, absolut ratsam in positive

51:49

Beziehungen zu investieren.

51:52

Nicht nur Geld, sondern auch Liebe,

51:54

Emotionen und Zeit. Und da geht's nicht

51:57

um die Menge, sondern um die Qualität

51:59

von einigen wenigen Freundschaften. Das

52:01

ist häufig ganz ganz ganz viel wert.

52:04

Super wertvoll. Lieber Leo, was sind so

52:07

praktische drei bis fünf Dinge, Rituale

52:10

oder kleine Hacks Tipps für den Alltag,

52:13

wo du gemerkt hast so: "Hey, das einfach

52:15

mal zu implementieren." Also, ich teile

52:17

mal eins von mir. Wenn ich mit meinem

52:19

Sohn Zähne putze, ob abends oder

52:22

morgens, dann dann habe ich irgendwann

52:24

dann auch, ich sag's mal lieber voll

52:27

dressiert zu sagen, nimm mal die die

52:28

Zahnbürste in die linke Hand, weil

52:30

rechtige Innälfte wird stimuliert

52:31

Kreativität, mehr Glück

52:33

und so weiter und dann immer wenn er

52:35

dann das vergisst in seiner rechten

52:36

Hand, dann zeige ich das, wenn ich auch

52:38

Zähne putze gutes Leben, dann lege ich

52:40

die Zahnbürste in die linke Hand oder

52:41

sag oder super Leben, Leo, du

52:42

entscheidest. Ja. Und dann guckt mich

52:44

mal mein Sechsjähriger an und dann dann

52:46

merkt er so, wie er so zähne mit anderen

52:48

anfängt. Also so kleine Rituale, weil

52:50

ich weiß, mir hat's keine beigebracht

52:51

als Kind, aber

52:53

ich mach's seit 10 Jahren, 12 Jahren,

52:54

weiß ich gar nicht, aber ich habe

52:55

gemerkt, ich bin assoziativer,

52:57

kreativer, nehme die Dinge verzahnter

52:59

wahr als jetzt immer nur mit meiner

53:01

logischen Gehen Hälfte mit der linken.

53:02

Ja,

53:03

wenn ich da auf eine Sache mich

53:05

reduziere, dann ist es Vorfreude

53:06

kultivieren. Dankbarkeit ist super gut

53:09

erforscht. Dankbarkeit ist ein zeitlich

53:12

rückwärts gerichtetes Gefühl der

53:14

Erfüllung, der Zufriedenheit, der

53:16

Dankbarkeit eben. Und Vorfreude ist

53:19

eigentlich was total tolles. Also ich

53:20

führe für mich persönlich ein Vorfreude

53:22

Journal und damit überlege ich mir

53:24

morgen, ja, und da und da überlege ich

53:26

mir morgens, welche Qualitäten möchte

53:28

ich heute denn kultivieren? Damit meine

53:31

ich beispielsweise, ich will heute

53:32

optimistisch sein, ich will heute

53:34

verbunden sein, ich will heute je

53:36

nachdem, was ich auch weiß, was ich für

53:38

ähm Termine habe, vielleicht ich möchte

53:41

heute schlagfertig sein oder was auch

53:43

immer, ne? So, ähm,

53:46

auf jeden Fall nicht nur

53:48

zurückzuschauen, sondern auch nach

53:50

vorne, weil das sich mit Wohlbefinden

53:52

und Glück zu beschäftigen einfach ein

53:53

ganz, also das Leben gelingend zu

53:56

gestalten ist ein Satz, den ich total

53:57

gerne mag und das Gestalten hat was

53:59

total aktives nach vorne gerichtetes und

54:03

deshalb nicht immer nur irgendwie zu

54:05

reagieren und zu schauen, wofür kann ich

54:06

denn dankbar sein, sondern vielleicht

54:08

auch schauen und das kann ja jeder auch

54:09

jetzt heute machen, worauf freue ich

54:10

mich denn heute? Ja, was gibt's denn

54:12

heute vielleicht schönes? Das müssen

54:13

nicht die großen Highlights sein. Das

54:15

kann auch einfach sein, dass du

54:16

vielleicht, dass heute die Sonne

54:18

scheint, dass du nachher vielleicht eine

54:19

Limo trinken kannst oder was auch immer.

54:22

Und selbst wenn die Limo dann nicht

54:23

schmeckt am Ende, hast du dich

54:24

wenigstens einen halben Tag drauf

54:25

gefreut, so ne. Also Vorfreude

54:28

kultivieren ist eine Sache, die finde

54:30

ich sehr einfach ein wahnsinnig starker

54:33

Hebel ist, ein wahnsinnig unterschätzter

54:35

Hebel und auch ein noch viel zu wenig

54:38

nach ähm ja, ein viel zu wenig populärer

54:40

Hebel.

54:42

Super, super wertvoll. Danke, dass du

54:44

das bringst, weil ich ich habe so

54:45

ähnlich wie du es gerade beschrieben

54:47

hast, äh auch das Gefühl, dieses "Sei

54:48

dankbar, das das hörst du von jedem, der

54:50

keine zwei Bücher gelesen hast." Das ist

54:52

so ausgelutscht mittlerweile. Und

54:54

Vorfreude ähm super schön, dass du es

54:56

nennst, weil ich hatte vor ein zwei

54:58

Jahren mein Programm angeboten,

54:59

Liveprogramm. Da durfte ich mich auch

55:02

beschäftigen zum Thema Geld und wie

55:04

können wir Geld nutzen, um wirklich auch

55:05

langfristig glücklicher zu sein. Und da

55:07

war einer dieser Dinge, dass wenn wir

55:09

jetzt eine Reise und wenn es ein Urlaub

55:11

ist jetzt schon 6 Monate vorher buchen,

55:12

dann haben wir so viel mehr von den

55:14

gleichen 2 3000 € die investiert sind

55:16

für diesen Urlaub, weil du die

55:18

Zeitglückskomponente mitbekommst und die

55:20

kostet gar nichts. Genau wie du sagst,

55:22

die Vorfreude auf etwas gemeinsames mit

55:24

deinen Liebsten an einem schönen Ort.

55:26

Sehr wertvoll. Ähm, gibt's so praktische

55:29

Dinge, die du im Alltag für dich tust?

55:32

Also, du sagst, morgens mache ich so ein

55:33

Journaling und sag, okay, wen treffe

55:34

ich? Machst du es schriftlich oder für

55:35

dich gehst du durch den Kopf durch, was

55:37

jeder so nachahmen kann, um sich selbst

55:39

zu bereichern? M

55:41

zur Also eigentlich mache ich es

55:43

schriftlich. Ich versuche es schriftlich

55:45

zu machen und in der Regel klappt es an

55:47

fünf von 7 Tagen. Ähm, so, ne? Und das

55:50

ist auch Konstanz, also dieses schaff

55:53

den Rahmen und brich ihn. Es geht ja

55:54

nicht darum, dass du jeden Tag dein Yoga

55:56

machst, dass du jeden Tag dein Journal

55:58

machst, aber dass da einfach eine

55:59

gewisse Konstanz drin hast und dass man

56:01

auch weich mit sich ist, wenn man das

56:02

halt nicht hat. Also Grund, wir haben

56:04

über so viele Themen noch nicht

56:05

gesprochen, ne? Aber so eine

56:07

grundsätzliche Weichheit sich selber und

56:08

der Welt gegenüber ähm ist glaube ich

56:11

sehr sehr angebracht und das muss

56:13

natürlich am Ende jeder für sich

56:14

herausfinden. Für mich klappen einfache

56:17

Dinge gut, wie morgens irgendwie 10, 15,

56:20

20 Minuten Yoga und Journalen,

56:22

Meditation, aber ich muss auch nicht

56:24

alles machen, weil dann wird's wieder

56:25

viel zu viel, sondern habe dann so einen

56:27

kleinen Blumenstrauß, aus dem ich

56:28

vielleicht picken kann. Ähm ja, genau.

56:31

Und da darf man auch einfach

56:33

experimentieren und schauen, was für

56:35

sich passt. Und ich sprenge einmal ganz

56:38

kurz die 10 bis 15 Sätze. Ähm, bitte

56:40

experimentieren. Dinge nicht als Projekt

56:42

ansehen, sondern als Experiment, denn

56:44

ein Experiment gibt dir immer nur

56:46

Feedback. Projekte können gelingen oder

56:48

scheitern, aber ein Experiment gibt dir

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einfach nur ja Feedback und deswegen

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spiel einfach rum, sieh das Leben

56:54

einfach ein bisschen weicher und

56:55

verspielter und liebevoller und ähm ja,

56:58

das äh hilft auch, um nicht ganz so hart

57:02

mit sich und der Welt zu sein.

57:04

Schön. Ja, ich weiß nicht, ob es Oscar

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Wild war. Ähm dieser Satz: "Nimmt das

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Leben nicht zu ernst, kommst eh nicht

57:10

lebend raus, ne?" Also genau das

57:12

Spielen. Genau. Wieder dies Kindliche.

57:14

Mein Sohn hatte Geburtstag jetzt gehabt

57:16

und ich war jetzt auch auf diesen

57:18

Kindergeburtstag, was wir jetzt selbst

57:20

veranstalten durften. kamen diese ganzen

57:22

Kinder und dann hast du gesehen, die

57:23

Kinder sind direkt losmarschiert und das

57:26

war so Hüpfburgen und alles drumherum

57:27

[räuspern]

57:28

und hast du gesehen, die Erwachsenen

57:29

haben sich alle hingehockt [gelächter]

57:31

und ich habe irgendwie gemerkt so ja,

57:33

die reden so über weltliche Themen, aber

57:35

ich habe gemerkt diese kindliche

57:37

Unlogik, aber gleichzeitig Verspielthit

57:39

und Freude hat mich so viel mehr gezogen

57:40

und dann bin ich da quasi als siebtes

57:42

Kind mitgehüpft und überall durch den

57:44

Stroh gerannt und habe gemerkt so sie

57:46

haben es noch nicht verlernt, sie fühlen

57:48

es noch. Ja.

57:49

Ja. während bei uns irgendwann dann

57:50

dieser Cut passiert, warum auch immer.

57:53

Äh

57:53

darf ich dir ich möchte dir dafür eine

57:55

Sache, das das muss das müssen wir noch

57:56

anfügen, weil du gerade das Spielen

57:57

sagst, das ist meine Haupterfolgs KPI

58:01

auch total humorvoll gesehen. Also KPI

58:03

für die Menschen, die den Begriff nicht

58:04

kennen, heißt Key Performance Indicator

58:06

oder einfach auf Deutsch Kennzahl. Ähm,

58:09

ich komme aus dem Projektmanagement, da

58:10

hat man dann Kennzahlen, ja, also mit

58:11

wie viel, was weiß ich, ne, wann muss

58:13

ein Projekt fertig sein und so weiter.

58:15

Und Hope ist meine Haupt KPI für Erfolg

58:19

im Leben. Und Hope steht für hours of

58:22

Playful Engagement, also Stunden, die

58:24

ich spielerisch verbracht habe. Ich

58:26

track das nicht wirklich, ich versuche

58:27

das aber hochzuhalten und das ist

58:30

einfach auch ein Punkt, wo man ja mit

58:32

der mir persönlich hilft, um

58:36

das Leben verspielt anzugehen. darin

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steckt einfach wirklich viel Freude,

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viel Kindlichkeit, am Ende auch viel

58:40

Weisheit und Wachstum und viel viel viel

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Verbundenheit.

58:44

Ja, wunderbar. Und ich glaube jetzt, wo

58:47

die Menschen uns eine Stunde lauschen

58:49

durften und gemerkt haben, dieser Leo

58:52

ist ein junger Mann, aber da kommt so

58:55

viel

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Gefühl und

58:59

dieses liebevolle und dieses

59:01

spielerische, ja, dass äh du dein

59:04

eigenes Produkt bist und mit deinem

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wunderbaren neuen Buch, was jetzt

59:08

erschienen ist, Humans are Happy, wo ich

59:11

dir nur gratulieren kann, jetzt endlich

59:12

dein erstes Werk in die Welt kommt und

59:15

äh die Menschen, all das, was du durch

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zahlreiche Gespräche mit zahlreichen

59:20

sehr, sehr älteren Menschen ja, an

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Erfahrung und Gesichtsfalten als wir

59:25

beide zusammen haben all das gebündelt

59:28

in leichtverständlich Deutsch mit deinem

59:31

Perspektive, mit deiner Brille drauf

59:32

gesetzt aus der spielerischen Note. Aus

59:34

diesem Leben darf leicht sein, dass du

59:36

es perfekt wirklich die Wandel

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Visitenkarte bist und auch vorlebst. Ja,

59:40

also Walk the Talk.

59:41

Ähm, danke für diese diese Einblicke und

59:44

vor allem das ähm, weißt du, mir hat

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irgendwann mal einer der Kollegen

59:48

gesagt, Maxim, die Menschen bezahlen

59:49

dich nicht für dein Wissen, da habe ich

59:50

mich auch lange Zeit dahinter versteckt.

59:52

Die bezahlen dich für deine Energie. Und

59:53

dieser Satz hat mich längere Zeit nach

59:56

Gehalt beschäftigt. Und das ist das, was

59:57

ich dir jetzt hier äh von Bruder zu

59:59

Bruder geben möchte. Ja, also genau das.

60:02

Menschen wollen dein Herz, sie wollen

60:04

deine Energie, sie wollen deine Liebe

60:05

spüren und das hast du wunderbar hier

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geliebt. Danke. Dein wunderbares neues

60:08

Buch findet ihr wie immer Freunde in den

60:11

Show Nototes. Einfach reingucken, euch

60:13

bestellen und glücklicher sein. Lieber

60:14

Leo, vielen Dank.

60:16

Danke Maxim für dieses tolle und schöne

60:18

Gespräch.

60:19

Ein gutes Leben ist eine Ansammlung von

60:21

guten Gewohnheiten. Sehr, [räuspern]

60:22

sehr viele herausragende Gewohnheiten

60:24

erwarten dich in unserem Podcast Die

60:26

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60:33

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Interactive Summary

Das Gespräch zwischen Maxim und dem Glücksforscher Leo Heikster beleuchtet die wissenschaftliche und persönliche Perspektive auf das Thema Glück. Sie diskutieren, dass Glück oft als trojanisches Pferd fungiert, hinter dem sich eigentlich das Bedürfnis nach einem gelingenden Leben und tiefer Verbundenheit verbirgt. Heikster betont die Wichtigkeit, zwischen kurzfristigen Glücksgefühlen (Affekten) und langfristiger Lebenszufriedenheit zu unterscheiden. Ein zentrales Thema ist die Bedeutung der emotionalen Verbundenheit; wer lernt, auch unangenehme Gefühle zuzulassen, erweitert sein gesamtes emotionales Spektrum und führt ein authentischeres Leben. Sie gehen zudem auf die Gefahren von Ablenkung durch moderne Medien ein und geben praktische Tipps, wie man durch Selbstverantwortung, das Kultivieren von Vorfreude und eine verspielte Haltung (HOPE - Hours of Playful Engagement) zu mehr Zufriedenheit gelangen kann.

Suggested questions

4 ready-made prompts