HomeVideos

Was sind Demokratieformen? 🇩🇪 🇨🇭

Now Playing

Was sind Demokratieformen? 🇩🇪 🇨🇭

Transcript

52 segments

0:01

Demokratieformen einfach erklärt!

0:05

Maxi und Alex fahren mit dem Rad zum See,

0:08

nicht den direkten Weg,

0:09

sondern am Wackelturm vorbei.

0:12

Alex erzählt, dass in der Schweiz gerade eine Volksabstimmung über Radwege stattfindet.

0:17

Die Bürger*innen bestimmen dort direkt über das Gesetz mit.

0:22

Beide wundern sich:

0:23

Warum ist das eigentlich anders als in Deutschland?

0:27

Deutschland und die Schweiz sind beides Demokratien.

0:30

Demokratie heißt, die Macht geht vom Volk aus.

0:33

Doch Deutschland und die Schweiz unterscheiden sich in ihrer Demokratieform.

0:38

So lassen sich zum Beispiel direkte Demokratien

0:41

und repräsentative Demokratien,

0:43

also, indirekte Demokratien, unterscheiden.

0:47

Die Schweiz gilt als direkte Demokratie.

0:50

In der Schweiz können Bürger*innen auf Ebene der Gemeinden

0:54

Kantone und auf Bundesebene direkt Einfluss auf die Regierung nehmen.

1:00

So gibt es die Möglichkeit, die Bürger*innen durch Volksinitiativen oder einem Referendum

1:05

direkt über Themen und Gesetzte mitbestimmen zu lassen.

1:09

Die Bürger*innen können auch eigene Anliegen und Themen einbringen.

1:13

Das können zum Beispiel Abstimmungen über Öffnungszeiten von Geschäften,

1:17

dem Bau von öffentlichen Gebäuden oder Umweltmaßnahmen sein.

1:22

Maxi findet das toll!

1:25

In Deutschland gibt es Volksabstimmungen nur auf Landesebene und Ebene der Kommunen.

1:29

Sie werden nur sehr unregelmäßig genutzt.

1:32

Deutschland gilt daher als repräsentative Demokratie.

1:35

Das bedeutet, dass die Bürger*innen Abgeordnete wählen,

1:38

die sie dann im Parlament repräsentieren.

1:41

Also die für sie die Entscheidungen treffen, zum Beispiel über Radwege.

1:46

Maxi meint, in einer direkten Demokratie könnten sich die Menschen viel mehr selbst einbringen

1:51

und sie hätten das Gefühl mehr mitzubestimmen.

1:54

Die Bürger*innen würden die getroffenen Entscheidungen dann besser anerkennen.

1:58

Es ließen sich auch die Politiker*innen kontrollieren,

2:00

damit sie keine Entscheidungen treffen,

2:03

die gar nicht die Mehrzahl der Menschen möchte.

2:05

Alex argumentiert, dass häufige Abstimmungen teuer und auch zeitaufwendig sind.

2:10

Manchmal beteiligen sich auch nur sehr wenige Menschen an den Abstimmungen

2:13

und sie sind dann nicht mehr so richtig aussagekräftig.

2:16

Außerdem sagt er, dass viele politische Themen sehr kompliziert sein können.

2:21

Es bestehe die Gefahr, dass Bürger*innen Entscheidungen treffen,

2:24

ohne sich wirklich mit dem Thema auszukennen.

2:27

So könnte auch versucht werden,

2:28

die Menschen mit Hilfe von reißerischen Aussagen in eine bestimmte Richtung zu lenken.

2:33

Maxi meint, dass auch in der repräsentativen Demokratie die Gefahr besteht,

2:37

dass bestimmte Gruppen Politiker*innen beeinflussen.

2:40

So könnte das Vertrauen der Menschen in die politischen Entscheidungen verloren gehen.

2:45

Am Ende sind sich Alex und Maxi einig:

2:48

Direkte und repräsentative Demokratie haben beide ihre Vor- und Nachteile.

2:52

Doch in einem sind sie gleich:

2:54

Sie binden die Bürger*innen in politische Entscheidungen mit ein,

2:57

sie berücksichtigen ihre Stimme und auch ihre Interessen,

3:01

einmal auf dem direkten und einmal auf dem indirekten Weg.

Interactive Summary

Das Video erläutert den Unterschied zwischen direkter und repräsentativer Demokratie anhand der Beispiele Schweiz und Deutschland. Während in der Schweiz die Bürger über Volksabstimmungen und Initiativen direkt an politischen Prozessen teilnehmen, wählen Bürger in Deutschland Repräsentanten, die im Parlament stellvertretend Entscheidungen treffen. Der Dialog thematisiert die Vor- und Nachteile beider Systeme, wie beispielsweise die stärkere Bürgerbeteiligung gegenüber dem hohen Zeitaufwand und der Komplexität politischer Themen.

Suggested questions

3 ready-made prompts